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Gertrud E. Dehm
Freiheit, die große Chance
Wir sind frei, gänzlich, und es liegt an uns, was wir daraus machen. Unser Bewusstsein wird sich darin widerspiegeln. Freiheit geschieht durch Handeln und Mut. Alles liegt in unserer eigenen Hand, wir sind Schöpfer unseres eigenen Lebens, ob unbewusst oder bewusst. Das ist die Wahrheit. Mach etwas Gutes daraus, aus Dankbarkeit für diese Macht, die uns gegeben! * Wer von euch arbeitet an seiner Entwicklung? Wenn ihr auf einem spirituellen Weg seid, werdet ihr es tun. Zumindest versuchen. Ich sage euch, eine Entwicklung in dem Sinne gibt es nicht. Die ganze Arbeit, das Tun an euch selbst, funktioniert nicht. Das einzige, das heilt, ist, sich anzunehmen. Ihr könnt eure Bemühungen aufgeben, sie sind unnötig. Sehen-nehmen-sein lassen. Euch selbst sehen, das ist das wichtigste. Denn so wie ihr euch seht, so seht ihr auch alles andere, so wie es in euch ist, so ist euer Außen. Was ihr in euch liebt, das liebt ihr im Außen genauso sehr, wie ihr das im Außen verachtet, was ihr in euch selbst verachtet. Erst wenn ihr das alles liebend in eure Arme, in euer Herz schließen könnt, wirklich liebend, dann seid ihr frei. Wirklich frei. Und dann wird das Außen nicht mehr machen mit euch, was es will, denn das Außen ist eine Spiegelung des Innen. Und wenn ihr liebt und in Frieden seid, dann wird es auch im Außen so sein. Versteht ihr was ich meine? Versteht ihr die Wichtigkeit dessen, euch nur euch selbst anzuschauen? Und euch nicht vom Außen ablenken zu lassen? Jetzt, in diesem Moment, seid ruhig! Horcht, lauscht, ewige Ruhe, ewiger Frieden, Stille, Nichts! Haltet ihr das aus? Seid ihr fähig dazu, loszulassen, was ihr glaubt und meint? Seid ihr wirklich bereit, all das aufzugeben, für etwas, das ihr vergessen habt, was ihr nicht mehr glaubtet, dass es existiert? Seid ihr bereit, euch euren tiefen Ängsten zu stellen? Und ich sage euch, es macht Angst, das Sichere aufzugeben, euch in etwas hineinfallen zu lassen, wovon ihr nicht wisst, wie es sein wird, was da sein wird, was ihr nur vom Hörensagen kennt. Seid ihr bereit, eure Persönlichkeit so weit aufzugeben und etwas Höherem zu dienen, dem, das letztendlich euch selbst dient? Was gibt es für Ausreden, die euch kommen, damit ihr diesen Schritt nicht gehen müsst, obwohl ihr wollt und doch Angst habt davor? Ist es nicht ehrlicher, dieses ganze Spiel einfach mit der Wahrheit zu beenden, indem ihr euch dazu bekennt, bekennt zu den Ängsten, die es in euch auslöst? Versteht ihr? Auch das ist okay, denn das ist euer freier Wille. Niemand hat etwas dagegen, aber ihr könnt doch ehrlich sein, ehrlich zu euch selbst, denn dann könnt ihr in Frieden sein mit euch. Sonst seid ihr von Ruhelosigkeit befallen. Ihr benötigt Energie, um die Unwahrheit aufrecht zu erhalten, sie stärker sein zu lassen als die Wahrheit. Das kostet euch unnötig Kraft. Gesteht euch einfach eure Angst ein und steht dazu; dann bedarf es keiner anstrengenden Ausrede mehr, die gelebt werden will, mit Kraft und Energie gespeist. Diese Energie könnt ihr für weitaus schönere Dinge nutzen um zu genießen. Denn das Menschsein ist schön. Daran gibt es keinen Zweifel, sonst hättet ihr es nicht gewählt. Freunde, die Zeit, da ihr angestupft werdet mit zu gehen, ist vorbei. Jetzt liegt es an euch, eure Trümmerhaufen und eure Dramen ganz einfach zurückzulassen und weiterzuziehen. Ein Jeder ist jetzt aufgerufen voranzuschreiten. Ihr werdet euch sammeln, euch treffen, um gemeinsam zu gehen. Und die, die es nicht wollen, werdet ihr zurücklassen, sein lassen. Ihr werdet nicht mehr versuchen, sie zu motivieren, zu überzeugen, nicht mehr versuchen, ihnen einen anderen Weg zu zeigen. Diese Vorhaben sind beendet. Ihr werdet euren Weg fortsetzen, ungeachtet dessen, was andere tun. Ihr bewegt euch auf etwas zu, das eure ganze Aufmerksamkeit erfordert, etwas, das euch nicht los lässt. Denn ihr verspürt den Ruf stärker denn je. Und eure Sehnsucht ist groß, weil etwas in euch sich erinnert. Das ist der innere Weg. Ihm solltet ihr Raum geben. Wie könnte sich ein äußerer Weg als stimmig erweisen, oder sich zeigen, wenn ihr euch abschneidet von der Quelle, die euch nährt, von der Stimme, die euch führt, von eurem Herzen, das euch recht handeln lässt? Freunde, mit dieser Frage möchte ich euch nun lassen. Die Antwort weiß ein jeder für sich selbst. Es wird Zeit. Zeit für mich. Das Wesentliche, das ihr erfahren könnt, kann man mit Worten nicht beschreiben. Natürlich kann es etwas auslösen in euch. Doch da habt ihr nicht allzu viel davon. Es wird verblassen. Wenn ihr bereit seid für euer Leben, wenn ihr spürt, das kann es noch nicht gewesen sein, eine Ahnung davon habt, dass ihr was versäumt habt, wenn dieses Wissen schmerzt, wird es Zeit für euch, euch selbst zuzuwenden. Erkennen zuzulassen, Wissen, Gefühle. Denn das wird euch heilen. Versucht nicht, euch zu ändern, das wird vergeblich sein. Es ist nicht nötig, und es funktioniert nicht. Die Veränderung geht von innen aus. Langsam, bedächtig, Schritt für Schritt. Das heißt, die Veränderung geschieht im Innen, momentan, durch Annahme. Nur, bis sich die Veränderung im Außen zeigt und beständig bleibt, braucht es Zeit. Alles, was nötig ist, ist Zeit für euch selbst und die Bereitschaft, der Wahrheit zu begegnen. Wann, wo und wie immer sie euch begegnet, seid dankbar dafür, was auch immer sie auslöst. Die Wahrheit ist das wichtigste für mich. Egal wie diese Wahrheit aussieht oder was sie beinhaltet. In allem, hinter allem die Wahrheit zu erkennen, sie sehen zu wollen, was auch immer für ein Gesicht sie haben mag. Die Wahrheit ist es, die mir den Frieden bringt. Die auch einiges auslösen kann, das mir nicht gefällt. Doch so ist es eben bei uns Menschen. Auch bei mir gibt es Momente, in denen ich nicht mit mir zufrieden bin, hadere. Momente, in denen ich nicht gerade genießbar bin. Auch das steht mir zu. Ich bin, wie ich bin. Doch ich laufe nicht vor der Wahrheit davon. Ich wünsche euch die Kraft und den Mut für euren ganz eigenen, individuellen Weg, ich wünsche euch die Klarheit, das Wahre zu erkennen, was es für euch bedeutet. Ich wünsche euch, dass ihr euch an euch selbst orientiert, spüren könnt, was ansteht für euch, wünsche euch, dass ihr eure Ganzheit zulassen könnt, genau das einzuladen, was ihr bisher ausgesperrt habt. Lasst eure Menschlichkeit zu, eure Seele, seid gnädig mit eurer Persönlichkeit, das braucht sie, denn dann hat das Göttliche den Raum zu wirken. Und ich wünsche euch noch mehr: Dass ihr dem Anderen die Hand reichen könnt, wenn er sie benötigt, und dass auch ihr eure Hand ausstreckt, solltet ihr Halt brauchen. Es ist genug Freunde. Ihr habt gezeigt, dass ihr überleben könnt. Jetzt beginnt zu leben!
Aus dem Buch: Mut zur Wahrheit! Der Weg zu innerem Frieden, Verlag Roman Schmitt
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Gertrud E. Dehm Postfach 1004 - D-89251 Illertissen- Tel/Fax 07306/925419 - gertrud.dehm @nesado.de
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