Wasser - Lebenselexir oder Gesundheitsrisiko? Ein Beitrag von Jürgen Ryzek
Es klingt wie ein Märchen: Wenn deutsche Bürger ihren heimischen Wasserhahn öffnen, sprudelt ihnen ein erstklassiges Naturprodukt höchster Güte entgegen. Dieses köstliche Nass ist quellfrisch und naturrein und natürlich von hervorragender, ja von außergewöhnlicher Qualität. Unter Wasserkennern ist man begeistert von seinem frisch-süffigem Bouquet. Wassergenießer sind sich deshalb einig: Der Wasserhahn zu Hause in der Küche bietet Schluck für Schluck Lebensqualität pur. Mit solchen und ähnlichen Superlativen preisen deutsche Wasserwerke ihr Leitungswasser an. Dabei darf man sich fragen, wie es ihnen gelingt, dieses paradiesische Wasser aus dem zur Verfügung stehenden Rohwasser - meist einem Mix aus Grundwasser, Wasser aus Talsperren und Seen, dem Uferfiltrat von Flüssen und/oder entsalztem Meerwasser - herzustellen. Denn es ist seit vielen Jahren ein offenes Geheimnis, daß die Wasservorräte stellenweise extreme Belastungen mit Schadstoffen aufweisen, die in vielen Fällen - insbesondere beim Grundwasser - nicht mehr umkehrbar sind. Die Gefahren, die daraus für unsere Gesundheit entstehen, sind vielfältig. Sie lauern in organischen Verbindungen, anorganischen Salzen, Metallen, Nährstoffen, Gasen, Radionukliden, Herbiziden, Pestiziden, Fungiziden, Hormonen und hormonaktiven Substanzen bis hin zu Mikroorganismen - alles im Wasser nachweisbar. Eine neue, womöglich größere Gefahr ist erst seit kurzem bekannt. Auch Arzneimittel - so das Umweltbundesamt - reichern sich über das Abwasser in nennenswerten Dosen in Flüssen und Seen an. So gelangen beispielsweise die Hormone der Anti-Baby-Pille über die normalen Ausscheidungen zum Teil bis ins Grund- und Trinkwasser. Auf Grund der Verkaufsdaten der Pille gehen Experten davon aus, dass die Oberflächengewässer in Deutschland mit 2 Mikrogramm pro Liter des Östrogens 17alpha-Ethinylestradiol belastet sind. Wie gefährlich allein diese Belastung ist, zeigt die Tatsache, daß bereits 0,5 Mikrogramm pro Liter bei Fischen zu Hormonstörungen führen: Fischmännchen "verweiblichen" und bilden Eidotter aus, das Geschlechterverhältnis verschiebt sich, die Fische bekommen insgesamt weniger Nachwuchs und im Verhältnis mehr weiblichen. Die Auswirkungen auf Menschen sind angeblich nicht bekannt. "Wir gehen im Augenblick davon aus, dass die im Trinkwasser gefundenen Arzneimittelrückstände auf Menschen keine Wirkung haben", so Thomas Ternes, Chemiker am renommierten ESWE-Institut. Allerdings räumte schon 1997 das Deutsche Ärzteblatt verklausulierend ein, daß der Nachweis zahlreicher anthropogener, also von Menschen erzeugter Fremdstoffe im Rohwasser und im Trinkwasser Besorgnisse um die chemische Qualität des Trinkwassers rechtfertige. Wer darauf hofft, daß die Wasserwerke diese Schadstoffe restlos heraus "fischen", der wird enttäuscht. Von den ca. 7.000 im Wasser nachweisbaren Schadstoffen (andere Quellen sprechen von 20.000 Stoffen und mehr; nach Reinhold D. Will [Gesund durch Wasser, Stuttgart 2004] gelangen jedes Jahr gar einige Hunderttausende neue chemische Verbindungen in die Umwelt) sollen nach Vorstellungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) lediglich ca. 200 Stoffe geprüft werden, in Deutschland begnügt man sich nach der Verordnung über Trinkwasser und über Wasser für Lebensmittelbetriebe (TVO) gar mit der Prüfung von nur 35 Stoffen. Für diese Stoffe existieren gesetzlich vorgeschriebene Höchstwerte. Ein Wasser aber, so der Leiter der Abteilung Trinkwasserhygiene beim Umweltbundesamt, Prof. Dr. Andreas Grohmann, «das "nur" die Parameterwerte einhält, ist als Trinkwasser unzumutbar, obwohl es rechtlich nicht zu beanstanden ist. Gesetze und Verordnungen sind nur notwendige Mindestanforderungen und nur unvollkommen geeignet als Massstab für gesundes Trinkwasser.» Zu bedenken ist auch, daß Grenzwerte so gestaltet werden, dass die Wasserwerke in der Lage sind, die technischen Mittel zur Umsetzung zu finanzieren. Den Wasserwerken ist kein Vorwurf zu machen. Sie stehen der Flut von Schadstoffen ziemlich allein gegenüber. Sie sollen ein Wasser liefern, das nach der Trinkwasserverordnung frei von Krankheitserregern sein muss. Andererseits gibt es keine gesetzlich geregelte Höchstgrenze für die massenhafte Ausbringung von Gülle. Auch die übermäßige Verwendung von Düngemitteln und Pestiziden wird nicht gesetzlich eingedämmt. Die Einleitung von industriellen Abwässern unterliegt ebenfalls nicht der Kontrolle der Wasserwerke. Das Problem "Arzneimittel" wurde bisher überhaupt noch nicht bedacht. All dies überfordert aber die Pufferfunktion der Böden, die Stoffe gelangen ins Grundwasser. Sind die Grenzwerte im Grundwasser erst einmal überschritten, bleiben den Wasserwerken nur mehr begrenzte Maßnahmen zur Regulierung: 1. Man schließt den Brunnen und hängt sich an ein Fernwasserversorgungsnetz an; weshalb dort ein unbelastetes Trinkwasser fließen soll, bleibt offen. 2. Das belastete Wasser wird mit unbelastetem - soweit verfügbar - gemischt; 3. werden aufwendige Techniken eingesetzt, um das Wasser aufzubereiten. Allerdings führt die Einhaltung der Grenzwerte durch technische Maßnahmen leider meist nur zur Festschreibung der bestehenden Zustände, keineswegs jedoch zu einer Reduzierung der Schadstoffe. 4. und letztens: Mit einer Ausnahmegenehmigung wird weiterhin belastetes Wasser geliefert, Überschreitungen der Grenzwerte sind damit vorerst bis max. 9 Jahre möglich. Alle vier Möglichkeiten werden genutzt. Hinzu kommt: Eine erhebliche Quelle für Schadstoffe passiert unser lebenswichtiges Nass erst, nachdem es das Wasserwerk längst verlassen hat: nämlich auf seinem Weg von der Wasseruhr bis zum Wasserhahn. Ab der Wasseruhr müsste seit 2003 der Hausbesitzer die Wasserqualität kontrollieren. Aber welchem Vermieter und welchem Mieter ist schon bewusst, dass erhebliche Mengen krankmachender Stoffe aus der Hausinstallation ins Wasser übergehen können? So kann Kupfer aus Kupferleitungen schwere Leberschäden auslösen, Cadmium aus verzinkten Eisenrohren kann zu Nierenversagen führen. "Daß das Trinken bleihaltigen Wassers auch bei äußerst geringem Bleigehalt die schädlichsten Folgen nach sich zieht, ist eine unbestrittene Tatsache", konnte man schon 1862 im "Handbuch der Wassertechnologie" lesen. Heute weiß man, daß durch Blei aus Bleirohren die Blutbildung und Gehirnentwicklung vor allem bei Ungeborenen, Säuglingen und Kleinkindern beeinträchtigt wird. Bei Erwachsenen lagert sich das Blei in den Knochen ein und kann während einer Schwangerschaft wieder ins Blut gelangen. Und so findet sich - obwohl unser Trinkwasser zu den am besten kontrollierten Lebensmitteln gehört - ein Cocktail aus Schadstoffen auch in geklärtem Wasser, sogar an den heimischen Zapfstellen. Viele Deutsche scheinen diese Gefahr intuitiv zu empfinden, sie bringen dem Wasser aus deutschen Leitungen immer weniger Vertrauen entgegen und suchen nach Alternativen. So trank 2003 jeder Deutsche statistisch gesehen rund 129 Liter Mineral- und Heilwasser. Das waren über 15 Liter oder 14,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Mineralwasser hat den Ruf, gesund zu sein, und womöglich profitieren die Mineralbrunnen davon, daß kaum jemand weiß, daß die Mineral- und Tafelwasserverordnung (MTVO) die Prüfung der Mineralwässer auf lediglich 10 Stoffe vorschreibt (dagegen TVO 33 Stoffe). Obendrein sind die dort gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte zum Teil höher als in der Trinkwasserverordnung. Das war schon 1987 so, als die Zeitschrift Natur 240 Mineralwässer testete und als Ergebnis ihrer Untersuchung titelte "Die Hälfte aller Mineralwässer dürfte nicht in die Leitung". Ein grundsätzliches Problem bei Flaschenwasser ist zudem für jeden Abfüller die Gefahr der Verkeimung. Deshalb - und nicht, weil es besser schmeckt - wird dem Wasser Kohlensäure zugefügt; bei sogenannten Stillen Wässern übernimmt diese Funktion das Ozon, das nicht auf dem Etikett deklariert werden muss und unter kritischen Insidern als die "Chemotherapie fürs Wasser" verschrien ist. Für die Untersuchung einer neu entdeckten Gefahr wird die Europäische Union in den nächsten drei Jahren vier Millionen Euro ausgeben: Es handelt sich um sogenannte hormonaktive Substanzen; das sind Stoffe, die ähnlich wie Hormone in den Hormonhaushalt und damit in die reibungslose Kommunikation zwischen Zellen und Organen eingreifen. Diese Gefahr lauert auch in Plastikflaschen. Eine völlig neue Perspektive auf das Wesen des Wassers hat sich in den letzten Jahren eröffnet. Wasserforscher haben herausgefunden, daß zum Beispiel die Anordnung der Wassermoleküle entscheidenden Einfluss auf den Energiegehalt des Wassers hat. Wässer aus Heiligen Quellen wie etwa die von Lourdes weisen eine sehr hohe Ordnung auf, ähnlich wie das Wasser in unseren Zellen. Wasserforscher vermuten deshalb, daß hohe physikalische Ordnung im Wasser zugleich optimale Vitalität, reichlich Lebensenergie sowie womöglich Heilkraft bedeuten. Hier tut sich eine Welt voller Wunder auf, die an die tiefsten Geheimnisse des Lebens rührt. Bis wir diese Geheimnisse endgültig lüften, werden wir wohl damit leben müssen, daß alle die Stoffe, die wir oftmals achtlos ins Wasser schütten, uns zwangsläufig immer wieder aufgetischt werden. Mit einer Wasseraufbereitungsanlage unter der heimischen Spüle können wir uns trotzdem schützen. Diese sollte Nitrit und Nitrat, Schwermetalle, Lösungsmittel sowie Pflanzenschutzmittel entfernen, außerdem möglichst Arzneimittelrückstände und Pseudo-Hormone. Und natürlich sollte das auch hier bestehende Problem der Verkeimung einfach überschaubar und zu handhaben sein. Diese Anforderungen erfüllt kein Kannenfilter, es muss schon einer der vielen Umkehrosmosefilter oder ein Aktivkohleblockfilter sein. Umkehrosmose greift allerdings sehr stark in die physikalische Struktur des Wassers ein. Die erzeugte Flüssigkeit ähnelt destilliertem Wasser, sie besitzt nahezu keine innere Ordnung mehr, die ihr Lebendigkeit und Energie verleihen würde. Optimal wäre deshalb ein System, das in der Filterleistung der Umkehrosmose gleicht und doch dem Wasser seine Lebendigkeit belässt. Solche Systeme gibt es, manche davon können das Wasser sogar erneut vitalisieren; man muss sie aber aus dem großen Angebot selbst herausfiltern. Ein Happy-End in dem Wasser-Märchen für sich und seine Familie erlebt also wohl nur, wer selbst nicht tatenlos bleibt. Der Autor: Jürgen Ryzek führt nach einer 20-jährigen Karriere als Business-Berater heute eine „Praxis für Lebensenergie“ in Eurasburg a. d. Loisach. Er ist Master ChiResonanz Berater, Lebensberater nach Tepperwein, Lebens-Energie-Berater nach Körbler (LEB)®, zertifizierter Seminarleiter „Neue Homöopathie nach Erich Körbler“ ®, Astrologe, Coach und Trainer. Besonders hilfreich ist seine individuelle schriftliche Darstellung von Potenzialen der Persönlichkeit, zu bestellen als ChiPotenzial. Kontakt: Jürgen Ryzek, praxis@lebensenergie24.de und www.lebensenergie24.de Infos und Kontakt: praxis@lebensenergie24.de // www.lebensenergie24.de |