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„Du musst erfahren, wer du nicht bist, um zu erkennen, wer du bist!“
So oder so ähnlich könnte eine prägnante Zusammenfassung der Biotiversity lauten, denn alles dreht sich in der Biotiversity darum, selbst Erfahrungen zu machen, um daraus selbst Erkenntnisse zu gewinnen.
Als ich mich vor drei Jahren zur Biotiversity 06/07 anmeldete, folgte ich der Sehnsucht meines Herzens mich mehr dem Leben und der Liebe zu öffnen. Wie viele spirituell Suchende hatte ich diese Sehnsucht schon lange in mir gespürt und von NLP über Satsangs bis zur Zen Meditation schon einiges ausprobiert, eine tief greifende Änderung meines „Selbst-Verständnisses“ blieb jedoch aus.
Ich hatte bereits ein Seminar beim Biotic Institut miterlebt und die Resultate daraus ließen keinen Zweifel darüber aufkommen, dass ich an der folgenden Biotiversity teilnehmen würde. Neun ganze Wochen würde ich nur mir selbst widmen, meiner persönlichen Entwicklung und meinem Wachstum. Heute weiß ich, dass ich mir für immer dankbar sein werde, mir selbst dieses Geschenk gemacht zu haben.
Meine erste Erkenntnis, die meine Selbstwahrnehmung tief veränderte, traf mich bereits in den ersten Seminartagen, als Yod uns die Körpertypen kombiniert mit bioenergetischen Übungen näher brachte. Ich fühlte mich schon seit langem seltsam dissoziiert von meinem Leben, so also würde sich mein Leben wie ein Film abspielen und ich bin nicht wirklich daran beteiligt. Ich konnte das jedoch nicht in Worte fassen und irgendwie schien ich ja trotzdem mein Leben zu meistern. Also hatte ich diese Struktur nie mit jemandem besprochen. So wie Yod ihn erklärte, passte jedoch ein bestimmter Körpertyp genau auf diesen innerlich abwesenden Gemütszustand. Die Erkenntnis, dass diese Struktur einfach nur ein Schutzmechanismus ist, um nicht meine Panik fühlen zu müssen, ermöglicht es mir heute dieses Muster zu erkennen und besser damit umzugehen. Yod fragte mich auch: „Was kostet dich dieses Verhalten?“ Und es wurde mir klar, dass es mich meine ganze Lebendigkeit kostete, im Grunde mein ganzes Leben, wenn ich mich weiterhin aus Angst verschließe.
Es wuchs in mir der Wunsch mir meine Lebendigkeit zurückzuerobern und genau diesen Energieschub konnte ich gut gebrauchen, um mir mein Risikoverhalten und -Meine Risikobereitschaft genauer anzusehen. Ich bin wahrscheinlich nicht die einzige, die den Großteil ihres Erwachsenenlebens darauf verwandte, um mir selbst ein Maximum an Sicherheit in beruflicher, sozialer und insbesondere auch emotionaler Hinsicht zu gewährleisten. Während der Biotiversity erkannte ich, wie sehr mich dieses Sicherheitsdenken in Isolation getrieben hatte und dass ich mich tagtäglich trauen sollte ein Risiko einzugehen, d. h. aus meinem „Container“ herauszutreten. Denn genau diese Risikobereitschaft ermöglicht, dass Entwicklung geschieht und ich mich dem Moment öffne. Es geht also darum Ausschau zu halten, wo denn in einer Situation mein Risiko liegt und mich immer häufiger für den Weg zu entscheiden, der für mich (vermeintlich) ein Risiko birgt. Das müssen nicht unbedingt spektakuläre Dinge sein. Es kann bereits ein Risiko für mich bedeuten, wenn ich meinem Partner meine Eifersucht eingestehe, anstatt wie üblich so zu tun, als wäre ich über solche Gefühle erhaben.
Meine Bereitschaft und Vertrauen mich meinen Gefühlen gegenüber zu öffnen, wuchs im Verlauf der Biotiversity stetig an. Dies hing auch eng mit der wachsenden Vertrautheit innerhalb der Biotiversity-Gruppe zusammen, denn je besser wir uns kennen lernten, desto mehr konnte sich jeder einzelne öffnen und seine Erfahrungen ehrlich mitteilen. Die Gruppe gab mir auch die einzigartige Möglichkeit mich mit meinen Projektionen auseinanderzusetzen. Ich habe an eigener Haut in gezielten Gruppen- und Körperübungen erfahren, dass mich nur das am anderen stört, was ich selber in mir trage und dass mich jemand nur dann verletzen kann, wenn ich dort bereits eine alte Wunde habe. Diese Einsichten trafen mich sehr, denn sie gaben mir die Verantwortung zurück für alle meine Verurteilungen und Gefühle.
Eines der wertvollsten Geschenke während der Biotiversity war das Feedback, das ich von den anderen Teilnehmern erhalten habe. Wann habe ich schon einmal völlig offenes, uneingeschränktes Feedback von jemandem erhalten? Meist denkt man sich seinen Teil oder redet hinter dem Rücken desjenigen, aber bei der Biotiversity habe ich erfahren, dass wahres Feedback mein Potenzial freilegt, die Bereiche, in denen ich mich noch entwickeln kann und wachsen muss. Ich erinnere mich an berührende Szenen, in denen jeder einzelne während dieses Prozesses vom Mitgefühl der gesamten Gruppe getragen und unterstützt wurde.
Den Abschluss der Biotiversity bildeten die beiden großen Lebensthemen Sexualität und Tod. Mir schien, als ob die ganze Biotiversity nur darauf abgezielt hatte, uns auf diese beiden essenziellen Themen vorzubereiten. Hier zeigte sich, was für ein großartiges und seltenes Geschenk meine Biotiversity-Gruppe war, denn wir waren bereits so sehr zusammengewachsen, dass wir uns gemeinsam diesen Themen stellen konnten. In Übungen durchlebten wir (noch einmal) die drei Entwicklungsstufen der Sexualität. Ich erkannte, dass ich diese Phasen nur unzureichend erlebt hatte und bekam die Möglichkeit, sie während der Biotiversity nachträglich zu heilen.
Abschließend setzten wir uns mit unserem Tod auseinander und ich bemerkte überrascht und schockiert zugleich, wie erstaunlich viel der Tod doch mit dem Leben zu tun hat. Der Tod machte mir alle jene Bereiche meines Lebens bewusst, in denen ich nicht gelebt hatte. Wenn ich mir aber meines Todes bewusst bin, wird mein Leben klarer und Entscheidungen einfacher. So wie meine Entscheidung mich mit ganzem Herzen dem Leben zu öffnen.
Die Biotiversity ist ein neunwöchiges spirituelles Seminar (über ein Jahr verteilt), das Satsang mit therapeutischen Elementen, bioenergetischen Körperübungen sowie Gruppendynamik auf einzigartige Weise verbindet. Sie findet großteils im Castillo Moro auf Teneriffa statt, dem spanischen Seminarzentrum des Biotic Institutes (Österreich). Yod U. Kolitscher ist Schöpfer und Leiter der Biotiversity in einer Person. Seine Präsenz macht die Biotiversity erst zu dem, was sie ist.
© Text von Christine Spitzer
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Yod
Mehr Infos:
www.biotic-institute.com
Festivaltermine:
Fr. 11.30 Uhr Lotus Saal
und Mo. 11.45 Uhr Regenbogen-Saal
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