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Keine komplizierten Techniken sind nötig, um an den inneren Ort der Kraft, Fülle und Weisheit zu gelangen. Sondern es geht darum, das aus dem Weg zu räumen, was den natürlichen Zugang zu dieser Quelle, die jeder in sich trägt, behindert. Das, was wir so sehr suchen, was nicht mit Worten zu beschreiben ist, von dem wir im Tiefsten unseres Seins wissen, dass es existiert, wonach wir manchmal ein leises, manchmal ein starkes Sehnen verspüren, liegt nicht im Aussen. Es liegt in uns.
Forschen wir in der Tiefe, jenseits der offensichtlichen Wünsche, dann erkennen wir hinter allen Wünschen die Sehnsucht nach dem Einssein mit unserem Ursprung, der Quelle, aus der wir stammen. Niemand und nichts der äusseren Welt kann dieses innere Sehnen wirklich befriedigen. Es ist die Sehnsucht der Seele nach Einheit.
Wie ist diese Einheit zu finden? Das Erstaunliche ist, dass wir sie ständig mit uns herumtragen. Oder anders formuliert: Wir sind schon immer in dem All-Einen zu Hause gewesen, wir können es nie verlieren oder von dort weggehen, denn wir SIND DAS. Wir können es nur vergessen, die Augen schliessen und glauben, wir hätten es nicht, und dann das Spiel spielen, was viele spielen: im Aussen danach zu suchen, was wir dort allerdings nie finden werden.
Das Ego schickt uns auf eine Suche, die wegführt von uns selbst. Warum? Wenn wir in die Perspektive zurückkehren würden, wo unser Ursprung ist, wo wir immer waren und von dem wir nie getrennt sind - die Quelle von allem – verschwindet das Ego, und DAS EINE taucht auf.
Der Verstand und die Einheit
Leid entsteht, wenn wir entgegen unserer wahren Natur handeln und leben, wenn wir uns z. B. mit der begrenzten Weltsicht des Ego-Verstands identifizieren, zur Begrenztheit werden und darüber vergessen, wer wir wirklich sind.
Der Verstand kann die Unendlichkeit nicht erfassen, er ist sehr begrenzt und bewegt sich zwischen Konzepten gegenteiliger Art: gut-böse, falsch-richtig, schön-hässlich. Im Verstand befinden wir uns in der Spaltung, denn seine Natur ist trennen, unterscheiden, vergleichen, analysieren. Ständig schlägt das Pendel zu der einen oder anderen Seite aus. Im Ego-Verstand ist man gefangen zwischen diesen Konzepten, zwischen den Extremen, in diesem Pendelschlag, der soviel ausgrenzt, und das erzeugt Schmerz. Die Illusionen des Egos sind immer schmerzhaft. Selbst in der Freude ist bereits der Geschmack des Gegenteils enthalten.
Der Verstand ist zwar ein perfektes Werkzeug, doch bewegt er sich in der verwirrenden Illusion der Getrenntheit, und die Sinneswahrnehmungen reflektieren diese Annahme. Deshalb ist die wahre Natur des Seins weder über den Verstand noch über die üblichen Sinne zu erfahren.
Der Schatz und die Täuschung
Das Ego hält eine Täuschung aufrecht – es spielt mit uns das Spiel des Reichen, der auf einem Berg aus Goldmünzen steht, sich jedoch die Augen zuhält. So entsteht statt Reichtum der Eindruck der Leere, und der Reiche steigt mit zugehaltenen Augen von seinem Schatz, um in der Ferne nach diesem Schatz zu suchen, von dem er im Inneren untrüglich ahnt, dass er existiert. So irrt er Jahre umher, vergeblich suchend.
Würde er für einen einzigen Augenblick die Hände von den Augen nehmen, würde er die Wahrheit erkennen, und das Suchen wäre in diesem einzigen seligen Augenblick vorbei. Der Reiche wird zum Weisen. Freude und inneres Gelächter würden Einzug halten, denn der Reiche hätte erkannt, dass sich der grösste Schatz immer unter seinen Füssen befand, ja, dass er untrennbar davon ist. Er würde die Illusion in diesem einzigen gesegneten Augenblick durchschauen und einstimmen in das kosmische Gelächter. Er hat seinen Schatz gefunden.
Die Suche und das Sein
Solange man nach bestimmten Zuständen strebt (z. B.: Erleuchtung, Glückseligkeit, Frieden…, oder im Aussen: Stille statt Lärm, Zweisamkeit statt Alleinsein) entsteht das Problem, dass man das Leben ausklammert – alles andere ausklammert – und somit eine grosse Ablehnung oder Spaltung in sich erzeugt, welche wiederum die Ursache von Unglücklichsein ist. Ablehnung führt zu innerem und äusserem Kampf. So wird die Suche nach Glückseligkeit oder Erleuchtung eine Qual.
Alles was zu tun ist, ist aufzuhören zu suchen. Die Hingabe ist das Geheimnis. In dem Moment, wo du aufhörst zu suchen, bist du bei dir selbst, und alles ist da. Im SEIN liegt die Antwort auf all unsere Fragen. Im SEIN ist das, wonach wir die ganze Zeit gesucht haben.
ES ist dort und wartet auf den Moment, wo wir aufhören zu suchen und eintauchen ins reine SEIN. Dort ist die Quelle unbegrenzter Liebe, Heilkraft und Weisheit. Aus dieser Quelle schöpft der grenzenlose Geist. Auf dieser Ebene bist du angebunden an deine Schöpferkraft. Auf dieser Ebene erschaffst du mühelos. Auf dieser Ebene spielst du mit den Werkzeugen des Geistes und wirst vom Opfer zum unbegrenzten Mitschöpfer. Wenn die Alchemie des Geistes sich vereint mit der Alchemie des Herzens, werden wir wahrhaft grenzenlos.
Hingabe
Das Herz – und damit ist das Heilige Herz in uns gemeint – hat Anbindung an die Unendlichkeit. Hier sind wir verbunden mit der Quelle, aus der wir stammen. Über das Herz empfangen wir Botschaften, Hinweise unserer Seele. Diese Verbindung ist es, was uns Halt gibt und hilft, in der Beobachterposition zu bleiben, verbunden mit dem Wahren, von dort können wir erkennen.
Sich der Führung des Herzens hinzugeben bringt uns in den natürlichen Zustand des Mitfliessens im Strom des Lebens, oft verbunden mit der Fähigkeit, erstaunlich mühelos die Realität anzuziehen, die man sich wünscht – ob es sich um eine neue Arbeitsstelle handelt, um das Zustandekommen gewünschter Ereignisse – es fügt sich, wenn man in der Hingabe lebt. Und auf einmal taucht die Freude an diesem Spiel auf, das sich Leben nennt.
Der Zustand der Hingabe ist für das Herz natürlich, und in dieser Hingabe ist die Verbindung mit der Quelle, dem EINEN, der Unendlichkeit vorhanden. Das Herz, wenn wir es auf den inneren Thron setzen, schafft in uns augenblicklich die Verbindung mit der Unendlichkeit, mit dem Göttlichen. Es hat einen völlig anderen Blickwinkel. Es sieht, was ist, ohne zu bewerten, ohne zu etikettieren oder zu verurteilen. Und so sieht es die Einheit hinter und in allem. Wenn wir das Herz zum Anführer und den Verstand zum Diener machen, fällt eine grosse Last ab, und das Leid der Getrenntheit endet. Ein grosses Aufatmen beginnt.
Erwachen
Erwachen ist das Aufwachen in etwas, was immer da war – Einheit - mit dem Sein, mit dem Göttlichen oder universellen Geist in allem. Da war nie wirkliche Getrenntheit. Wenn du das Einssein fühlst, erkennst du das EINE hinter und in allem. Dann leidest du nicht mehr unter der Illusion der Getrenntheit, weil du die tiefere Wahrheit erkannt hast. Die Materie, die Dualität, der Körper, Gedanken und Gefühle sind weiterhin da, doch du bist verankert in der Einheit und schaust so hinter die Illusion, durch die Illusion der Form, durch die Gedanken hindurch und erkennst das göttliche Spiel – Leela – in der Welt der Form.
Dasselbe Singen, was in einem Blatt, in einer Blume, in einem Vogel erklingt, erklingt nun auch in dir – und du beginnst, es zu hören. Derselbe Geist, der in einem Baum, in einem Tier, durch die Augen deiner Mitmenschen strahlt und durch deine Augen – du beginnst es zu erkennen. Und dieses Erkennen löst grosse Freude aus.
Als Begleiterscheinung dieses Einklangs entsteht Glückseligkeit – was sich in Form einer wechselnden Palette an Zuständen ausdrücken kann: der Zustand der ekstatischen Freude, eine veränderte transzendente Wahrnehmung der Seins-Formen – das Entdecken des Seins hinter der Form, die Empfindung des Einsseins, das Erleben des All-Seins – der Welt in dir, das Erfahren tiefer Einsichten in die Natur des Seins, das Erleben eines unerschütterlichen inneren Friedens, Eintauchen in die grosse Leere.
In der äusseren Welt wird dieser Zustand des Einklangs begleitet vom mühelosen Sich-Manifestieren des Gewünschten, oft in erstaunlichem Tempo. Es geht jedoch nicht darum, den Zustand der Glückseligkeit als Endziel anzustreben – dann wäre man ja wieder auf der Suche – sondern die Suche loszulassen, sei es auch nur für einen Moment, um in das reine Sein einzutauchen, es zu schmecken. Dann kann sich Glückseligkeit als Begleiteffekt einstellen. Zuerst jedoch kommt das Loslassen.
Frieden
In den Frieden führt das vollständige Annehmen dessen, was ist. Vollkommene Hingabe. Kein Kämpfen mehr, weder gegen die äusseren Umstände noch gegen dich selbst. Die Hingabe, das Annehmen von dem was ist, und die gleichzeitige bewusste Identifikation mit dem EINEN, dem universellen Geist hinter aller Form. Diese Verankerung im All-Sein führt dazu, die physische Existenz liebevoll annehmen zu können, so wie sie ist, mit allen Höhen und Tiefen, und auch sich selbst mit allen Ecken und Kanten liebevoll annehmen zu können, denn im ES verwurzelt ist ein urteilsloses Gewahrsein.
Dieses Gewahrsein kann sich z. B. im Umgang mit Gefühlen so äussern: Ja, da ist Wut. Ich nehme sie wahr. Oder: Ja, da ist Frustration. Das ES, was ich bin jenseits dieser Körper-Gedanken-Gefühle-Form, nimmt diese Frustration wahr. Da ist Freude. Sie wird wahrgenommen. Was geschieht, gedacht wird, gefühlt wird, wird urteilslos wahrgenommen. Kein Verurteilen ist da. Die verschiedenen Zustände, die „Imperfektionen“ oder „Schwächen“ dürfen sein. Schmerz darf sein, Nicht-Schmerz darf sein, Freude darf sein, Traurigkeit darf sein. Tief getragen von dem unerschütterlichen Gefühl, dass da etwas Grösseres ist, das von den wechselnden Zuständen, Gedanken und Handlungen, von all der Bewegung, die geschieht, unberührt bleibt.
Da ist etwas, das auf diese Gefühle schaut, und dieses Etwas ist in dem EINEN verankert. Dieses EINE ist wie ein tiefer Trost, manchmal wie ein grossartiges Lachen oder ein tiefer Frieden, der da ist, auch wenn die äusseren Umstände vielleicht chaotisch sein mögen. Je mehr du in dem EINEN ankommst, um so mehr wirst du zum Spieler, zum Beobachter, und mehr Gelassenheit gegenüber den Unwägbarkeiten des Lebens stellt sich ein.
Stille
Beim Gewahrsein geht es nicht darum, den Verstand, die Gedanken, Gefühle oder das Ego zu verteufeln. Dies würde ja wiederum Spaltung erzeugen. Sondern es geht darum, zu bemerken, wie Gedanken und Gefühle auftauchen, durch dich hindurch fliessen, wie Handlung entsteht und wieder verschwindet, während du ES bist, in der Stille oder dem ständigen Sein verankert, in dem alles entsteht und wieder dorthin zurückkehrt.
Praktisch kann sich dieses Verankert-Sein z.B. äussern im Bemerken von „ Aha, der Verstand schimpft gerade über…“ während das Herz liebevoll und gelassen ist. Was einen möglicherweise zum Lächeln bringt. Dieses ES, das SEIN, die STILLE, ist als ständiger (Hinter)grund immer da. Während du sprichst, während du isst, während du Auto fährst…. Indem du deine Aufmerksamkeit auf diese Stille richtest, kommt sie näher.
Diese STILLE kann nicht durch Anstrengung erreicht werden.
Sondern am ehesten durch Loslassen.
Indem du für einen Moment, mit einem tiefen Ausatmen, alles loslässt, ablegst, alle Gedanken, alles Wissen, alles Tun, und eintauchst in das, was jetzt gerade ist.
Ausatmen.
Loslassen.
Dann kann das Sein dich berühren.

Selbst mitten in einem Gespräch.
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Jill Möbius
Jill bildet mit Liebe und Leichtigkeit Brükken
zwischen Verstand und Herz und zeigt
Wege in ein Leben im Einklang mit dem
Sein.
Ursprünglich aus der Wissenschaft kommend
durchlief sie eine Reihe von medialen
Ausbildungen und Initiationen, unter
anderem während eines zweijährigen Aufenthalts
in einem Heilzentrum in Brasilien.
Sie wirkt als Buchautorin, Coach, Vortragende
und leitet sie europaweit Seminare
und Retreats zu Themen der Heilung und
Bewusstwerdung.
Ihre spezielle Begabung liegt darin, Menschen
mit ihrer inneren Quelle der Heilung,
Erkenntnis, Liebe und Schöpferkraft
zu verbinden. So kann Selbstheilung und
Bewusstwerdung stattfinden, ein aus ihrer
Sicht natürlicher Prozess, denn: "Wer sein
wahres Wesen und die Verbindung mit
allem er-kennt, dessen Leben ändert sich
grundlegend. Das innere Potenzial ist
grossartig und grenzenlos - es birgt nicht
nur erstaunliche Heilkräfte und die Fähigkeit,
Realität zu lenken und im Einklang zu
erschaffen, sondern auch grosse Freude
und tiefen inneren Frieden.“
Mehr Infos:
www.prospirit.de
Termine auf dem
Rainbow-Spirit-Festival:
Sa. 15.15 Raum Zeder
S0. 11.30 Raum Lotus
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