Sonnenkinder
(pur). "Handys sammeln, in Deutschland die Umwelt entlasten und in Afrika Delfine schützen", ist das Motto einer neuen Initiative der Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) und der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Die Organisationen erhalten von ihrem Partner T-Mobile für
jedes gesammelte Handy 5 Euro, die zur Finanzierung eines Delfin-
und Meeresschutzprojekts in Mosambik eingesetzt werden. Die
Hilfe für Afrika entlastet gleichzeitig die Umwelt in
Deutschland, denn die Geräte werden umweltgerecht und
zertifiziert entsorgt oder einer Weiterverwendung zugeführt.
Auch Deponien und Müllöfen werden so entlastet und
gleichzeitig wertvolle Ressourcen geschont. Zentrale Sammelstelle
für die "Handys für Mosambik" ist die GRD
(München), die den Erlös an Meeresbiologen von der
Eduardo-Mondlane-Universität in Maputo weiterleitet. Gemeinsames
Ziel ist die Rettung einer der letzten größeren
Buckeldelfin-Populationen, die es noch an der ostafrikanischen
Küste gibt. Die auch Chinesische Weiße Delfine genannten
Meeressäuger leben überwiegend in Küstennähe
und in flachen Gewässern, was sie besonders anfällig
für menschliche Einflüsse macht. Sie geraten leicht
in Fischernetze, auch gibt es Berichte, dass sie wegen ihres
Fleisches gejagt werden. Neben der DUH unterstützen auch die Zoo Duisburg AG und die Stiftung "Save Our Seas" aus Genf das Projekt "Rettung der Buckeldelfine in Mosambik". weitere Informationen/Einzelheiten Kontakt: Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. Deutsche Umwelthilfe e.V.
Pelztierfarmen sollen geschlossen werden (pur). Das Deutsche Tierhilfswerk (DTHW e.V.) weist auf das
furchtbare Leid der Tiere in deutschen Pelztierfarmen hin.
Recherchen des Tierschutzvereins ergaben, dass bundesweit immer
noch 24 so genannte Pelztierfarmen betrieben werden. Genau
10 Betriebe - und somit die Mehrzahl aller Farmen - sind in
Nordrhein-Westfalen angesiedelt. Medienangebot: * Aktuelles Video- und Fotomaterial Kontakt: Deutsches Tierhilfswerk, DTHW e.V.
GSM appelliert an Segler und andere Bootfahrer (pur). Dem Kleinen Wal in großer Not ist jeder dritte Sonntag im Mai gewidmet. Dieses Jahr fällt der Ehrentag auf den Pfingstsonntag. Leider ist der Tag des Schweinswals kein Tag zum Jubeln. Der Schweinswal in der Ostsee ist vom Aussterben bedroht. Ohne strikte Schutzmaßnahmen wird der nur 1,60 m lange, einzige in der Ostsee heimische Wal in wenigen Jahren ausgerottet sein. Umweltverschmutzung, Unterwasserlärm und besonders die Fischerei machen ihm das Überleben schwer. Nach Hochrechnungen von Wissenschaftlern existieren in der östlichen und zentralen Ostsee möglicherweise nur noch 100 Tiere. 1995 wurde der Bestand auf 599 hochgerechnet. In der westlichen Ostsee leben vermutlich 800 bis 1.000 Wale. Jedes Jahr sterben in Fischernetzen zwischen vier und sieben Prozent der Bestände im sogenannten Beifang. "Es sterben mehr Wale als geboren werden", so die Meeresbiologin Petra Deimer von der GSM. "Das kann der Ostsee-Schweinswal nicht überleben." Um dem Ostsee-Tümmler zu helfen, wurde im Rahmen des
Kleinwale-Abkommens ASCOBANS ein Rettungsplan entwickelt. Er
rät zur Umstellung der Fischerei: von Treibnetzen auf
Langleinen und von Stellnetzen auf Fischreusen. Jedoch konnten
sich die EU-Fischereiminister noch nicht auf ausreichende Maßnahmen
einigen. Gegen das deutsche Votum wurde das Verbot der bis
zu 21 km langen Treibnetze auf das Jahr 2008 verschoben, und
Polen will sich nicht einmal daran halten. Die Vereinten Nationen
empfehlen seit 1992 ein weltweites Um Aufschluss über Verbreitung und Leben der Schweinswale zu bekommen, wendet sich die GSM bereits im vierten Jahr an Segler und andere Bootfahrer. Sie bittet die Crews, Sichtungen von Schweinswalen zu melden, mit Angaben über Datum, Windverhältnisse und Position möglichst mit GPS-Daten - s. www.gsm-ev.de. Die Sichtungsdaten sind auch bei der Ausweisung von Meeresschutzgebieten eine große Hilfe. Mit der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) zur Erhaltung natürlicher Lebensräume sowie wildlebender Tiere und Pflanzen haben sich die Mitgliedstaaten der Europäischen Union 1992 verpflichtet, ein Netz von Schutzgebieten für bedrohte Arten und Lebensräume zu schaffen. 633 Sichtungen wurden der GSM 2004 gemeldet. Die Positionsmeldungen wurden in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in eine Seekarte integriert. Sie bestätigen Pläne für Schweinswal-Schutzgebiete Deutschlands, wie vor Fehmarn, in der Kadetrinne und in der Flensburger Förde. Weil die zentrale und östliche Ostsee wenig befahren
werden, bittet die GSM Wassersportler, vor allem dort die Augen
offen zu halten und Meldung zu machen. Und noch etwas: Wo in
Zukunft Schweinswale ein Refugium finden sollen, können
sich Segler weiterhin unbeschwert bewegen. Walschutz bedeutet
nicht, dass das Meer zum Beispiel für Wassersportler gesperrt
wird. Auf Unverständnis stößt bei der GSM der
ungebremste Einsatz der Industrie, aus Schutzgebieten Nutzgebiete
für Erdöl, Erdgas und Kiesabbau zu machen. Medienangebot: weitere Informationen/Einzelheiten Kontakt: Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere, GSM e.V.
Neue Initiativen zur Lösung der
Wasserprobleme in Nahost (pur). Drei Vertreter der führenden Umwelt- und Friedens organisation Friends of the Earth Middle East (FoEME) aus Israel, Palästina und Jordanien stellen gemeinsam ihre Einschätzung zur aktuellen Wassersituation im Nahen Osten vor. Wie es zu dem verheerenden Zustand des Wassers in Nahost kam und welche Maßnahmen Abhilfe schaffen können, wird von den FoEME-Geschäftsführern Gidon Bromberg (Israel), Nader Al Khateeb (Palästina) und Munqeth Meyhar (Jordanien) erläutert. Die zwei öffentlichen Vortragsveranstaltungen finden mit Unterstützung der Nordrhein-Westfälische Stiftung für Umwelt und Entwicklung am 23. und 24. Mai 2005 in Bonn und Köln statt. Friends of the Earth Middle East (FoEME) ist Mitglied des
vom GNF koordinieren internationalen Living Lakes-Netzwerks
und setzt sich als einziger Umweltdachverband im Nahen Osten
gemeinsam mit israelischen, jordanischen und palästinensischen
Umweltgruppen für den nachhaltigen Schutz grenzüberschreitender Ökosysteme
in der Region ein. Titel und Termine für die Multivisions- und Diskussionsveranstaltungen: Bonn: Wasser im Nahen Osten. Quelle für Frieden und Kultur? Köln: Wasser als Quelle des Friedens? Aktuelle Entwicklungen im
Friedensprozess und in der Wasserkrise im Nahen Osten weitere Informationen/Einzelheiten Kontakt: Global Nature Fund (GNF) Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)
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