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Ausverkauf bedrohter Haifische

Deutsche Tierschützer empört über Handelskette Lidl

(pur). Die Handelskette Lidl bietet in ihren Märkten neuerdings Haifisch-Fleisch an. Die Tier- und Naturschutzorganisationen Internationaler Tierschutz-Fonds (IFAW), Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) und Naturschutzbund Deutschland (NABU) sowie der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) verurteilen diese Geschäftspraxis als verantwortungslos und fordern die Verbraucher auf, keine Hai-Steaks zu kaufen. Haie - und zwar alle Arten - sind weltweit in ihren Beständen bedroht. Viele Arten drohen auszusterben. Experten schätzen, dass für die Lidl-Aktion bis zu 150.000 Haie getötet wurden.
Lidl ist hierzulande einer der ersten Discountmärkte, der offensiv mit dem Angebot "Hai-Steaks" Werbung macht. Die 2.500 deutschen Filialen von Lidl bieten Packungen mit 0,880 Kilogramm tiefgefrorenem Hai-Steak, wahrscheinlich vom Blauhai, für 4,95 Euro an. Insgesamt dürften so ca. 440.000 Kilo Hai-Fleisch in die Einkaufswagen wandern. Sollte sich die Aktion über eine Woche erstrecken, würde sich die Angebotsmenge auf 2,2 Millionen Kilogramm belaufen. Dafür müssten rund 150.000 Blauhaie sterben. "Lidl fördert mit seiner gedankenlosen Aktion die weitere Zerstörung des Ökosystems Meere," sagt Dr. Ralf Sonntag, Meeresbiologe und Leiter des IFAW-Büros in Deutschland.
Erst vor wenigen Monaten hatte Deutschland auf der Konferenz der Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutz-Übereinkommens in Bangkok versucht, die durch Überfischung in ihren Beständen stark eingebrochenen Dorn- und Heringshaie unter den Schutz der Konvention zu bringen. Der Antrag scheiterte jedoch innerhalb der Europäischen Union am Widerstand von Frankreich, Griechenland, Spanien und Irland.

Haiprodukte werden bislang hauptsächlich auf dem asiatischen Markt angeboten. Für die begehrten Flossen, aus denen die Haifischflossen- Suppen hergestellt werden, zahlen viele "Genießer" absurd hohe Preise. Den lebenden Haien werden die Flossen abgeschnitten ("finning") und die verstümmelten Körper wieder ins Meer geworfen, wo die Tiere qualvoll sterben. Auf dem deutschen Markt werden - neben dem Haifisch-Steak - Haifisch-Produkte unter Handelsnamen wie Seeaal, Schillerlocken, Kalbsfisch, Speckfisch, Karbonadenfisch, Königsaal, Steinlachs und Seestör verkauft. Schätzungen zufolge sind die Bestände des Dornhais, aus dessen Fleisch Schillerlocken produziert werden, im Nordatlantik in den letzten zehn Jahren um 89 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig steigt weltweit die Nachfrage
nach Haiprodukten.
Jährlich werden offiziell über 800.000 Tonnen Haie und Rochen gefangen, das entspricht etwa 100 Millionen Haien. Die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich weitaus höher. Über 200 Millionen Tiere pro Jahr, so schätzen Fachleute, sterben durch gezielte Jagd auf Haifisch-Flossen und Haifisch-Steaks sowie als Beifang in Langleinen und Netzen.

Solange es keine verbindlichen nationalen und internationalen Regelungen gibt, appellieren IFAW, NABU, VDST und ZGF (Zoologische Gesellschaft Frankfurt) an Verbraucher und Unternehmen, Verantwortung zu zeigen und sich nicht am Ausverkauf der weltweit vom Aussterben bedrohten Haie zu beteiligen. Weitere Information zu Haien im Internet unter www.hai-society.org

Teilerfolg fuer den Tierschutz:
Endlich Exportsubventionen fuer lebende Schlachtrinder gestrichen

Der EU-Verwaltungsausschuss fuer Rindfleisch ist in seiner heutigen
Sitzung dem Antrag der EU-Kommissarin Mariann Fischer-Boel teilweise
gefolgt und wird damit die seit langem umstrittenen Exporterstatt-
ungen fuer lebende Schlachtrinder ab sofort streichen. Der Export
von so genannten Zuchtrindern, meist tragender Jungkuehe nach
Nordafrika, wird vorerst  allerdings weiter subventioniert werden.

Der Bundesverband Menschen fuer Tierrechte, der seit 15 Jahren
gemeinsam mit anderen europaeischen Tierschutz- und Tierrechts-
verbaenden sowie dem Bund der Steuerzahler an vorderster Linie
gegen diese Steuerverschwendung fuer Tierquaelerei gekaempft hat,
zeigt sich ueber diesen Erfolg jedoch nur teilweise zufrieden, da
der nur geringfuegig schonendere Transport von tragenden Faersen
auf Lkws und Schiffen ueber das Mittelmeer nach Marokko oder Algerien
vorerst auch in Zukunft mit Steuergeldern gefoerdert werde. "Die
Gefahr, dass zukuenftig Schlachttiere als Zuchttiere deklariert und
mit Subventionen in den Nahen Osten exportiert werden, ist gross",
meint Dr. Pedro de la Fuente, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes
Menschen fuer Tierrechte. 

Im Jahr 2004 wurden 113. 201 so genannte Schlachtbullen lebend von
Deutschland zumeist in den Libanon exportiert, 205.128 aus der EU
insgesamt, von Januar bis Oktober 2005 waren es rund 30. 000 deutsche
Schlachtbullen.

Mit Sorge beobachtet der Bundesverband Menschen fuer Tierrechte auch
die zunehmenden Ausfuhren von lebenden Rindern aus Brasilien bis in
den Libanon. Hier muesse verstaerkt auf internationale Tierschutz-
standards hingewirkt werden.

Möchten Sie gerne verstehen was Ihnen Ihr Tier sagt? Jedes Tier hat Vorlieben und Ärgernisse. Es freut sich,
wenn es sich mitteilen kann und auch verstanden wird. Tiere erzählen sehr gerne. Es ist sehr leicht die Sprache der Tiere zu verstehen. Beim Erlernen Ihrer persönlichen Tierkommunikation kann ich Sie sehr gut mit meiner Hellsichtigkeit unterstützen. Es gibt Techniken , jedoch ist nur Ihr Wunsch wichtig es zu können, Ich biete Ihnen ein 2 Tage Seminar an, wir werden gemeinsam sehr viel üben, und es ist genügend Zeit für all Ihre Fragen. Bringen Sie Ihre Tiere mit, auch Fotos von Ihren lebenden und verstorbenen Lieblingen Papier und Stift, dazu eine feste Schreibunterlage. Eine tiefe Intuition kenne ich seit meiner Kindheit, diese Gabe wurde zur Hellsichtigkeit. Seit vielen Jahren arbeite
ich als Hellseherin für Menschen und Tiere und als Lebensberaterin. Die Liebe zu den Tieren hat mich dazu bewogen,
Tierkommunikations-Seminare anzubieten. Naira Renate Miller www.nairamiller.de

 



Menschen fuer Tierrechte - Bundesverband der
Tierversuchsgegner e.V.
Datum: 21.10.2005

Staatsziel Tierschutz soll auch in den Koalitionsvertrag!

Zu Beginn der Koalitionsverhand-lungen hat der Bundesverband Menschen für Tierrechte sich mit einem Schreiben an alle 32 Verhandlungspartner gewandt und die Aufnahme von Folgeschritten zum Staatsziel Tierschutz in den Koalitionsvertrag eingefordert. Der Verband will damit den seit 2002 existenten, verbindlichen Verfassungsauftrag fuer
einen wirksamen Schutz der Tiere umgesetzt wissen.

Die Beibehaltung des Kaefigverbots fuer Legehennen, Vorrang der
tierversuchsfreien Forschung vor Tierversuchen und die Einfuehrung
des Verbandsklagerechts fuer anerkannte Tierschutzorganisationen
seien dringend notwendig Folgeschritte aus dem Staatsziel Tierschutz.
Ebenso muessten in das Tierschutzgesetz Verbote zum betaeubungslosen
Schaechten, zur Haltung von Pelztieren sowie von Wildtierarten im
Zirkus aufgenommen werden, stellt der Bundesverband Menschen fuer
Tierrechte fest.

"Es waere unverzeihlich, wenn die SPD zuliesse, dass die Union das
Verbot der Kaefighaltung von Legehennen aufhebt und die Tierschutz-
Verbandsklage verhindert", so Dr. Kurt Simons, stellvertretender
Verbandsvorsitzender," Mit der Verankerung des Tierschutzes im
Grundgesetz ist ein Massstab fuer zukuenftige tierschutzpolitische
Entscheidungen gesetzt, der jetzt nicht rein wirtschaftlichem
Kalkuel geopfert werden darf."

Frau Dr. Merkel habe sich die Aufgabe gesetzt, 'eine Koalition der
neuen Moeglichkeiten zu schaffen'. Hierzu gehoert nach Auffassung der
Tierrechtler auch, konkrete Massnahmen zur Fortentwicklung des
Tierschutzes im Koalitionsvertrag festzuschreiben.

Zudem haelt es der Bundesverband Menschen fuer Tierrechte fuer
unerlaesslich, das Ressort Tierschutz aus dem bisherigen Bundes-
ministerium fuer Verbraucherschutz, Ernaehrung und Landwirtschaft
auszugliedern und stattdessen z. B. im Umweltministerium anzusiedeln.
Die Interessenskonflikte, die zwischen Landwirtschaft und Tierschutz
bestehen, machten seit Jahren diese Notwendigkeit deutlich. Auf
Laenderebene haetten bereits acht Bundeslaender eine entsprechende
Entkoppelung vorgenommen. Auch auf EU-Ebene befindet sich der
Tierschutz nicht mehr bei der Landwirtschaft, sondern bei der
'Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz'. Dieses
Anliegen formulierte der Bundesverband bereits Anfang Oktober
an die seinerzeit amtierenden zustaendigen Politiker.

 

HTML-, TXT- und PDF-Versionen dieser Pressemitteilung bieten wir
im Laufe des Tages unter folgender URL im Internet an:
www.tierrechte.de