Shunyata Sri Lanka Hilfe
Zusammenfassung
vom 15.02. - 08. 03.05
Unser erstes "Haeusle Bau" - Projekt in Hikkaduwa, laeuft
zu unserer vollen Zufriedenheit.
Inzwischen sind 20 Huetten mit Zementboeden fertig.
Wir arbeiten mit einem sehr engagierten oertlichen Sozialarbeiter
zusammen, den wir in einem der Auffangcamp kennen- u. schaetzengelert
haben. Dieser ist taeglich vor Ort und organisiert und koordinert
viel fuer uns.
Es wurden Listen erstellt mit den Dingen die diese Familien dringend benoetigten. Von
der Flut wurde wirkliche alles zerstoert, nicht nur die Hauser, sondern auch
alle Moebel, Matrazen,Kochutensilien etc. Nichts ist vorhanden.Wir haben nun
100 einfache Matratzen besorgt sowie 30 Kerosinkocher und -Lampen.
Als eine andere dringende Notwendigkeit erwies sich nun, da die Menschen in
den Haeusern wohnen , der Bau von Toiletten. Nachdem wir das Baumaterial
organisierten sind nun schon einige davon fertiggestellt..
Dank der grosszuegigen Spenden aus Europa konnten wir nun noch ein
anders, aehnliches Projekt in unserer naeheren Umgebung ( Kosgoda ) starten
und hoffentlich bis zur kompletten Ausstattung begleiten.
Hier wurden ebenfalls viele Hauser zerstoert, und auser ein paar Rupies und
kleinen Zelten, wurde noch keinerlei Hilfe von staatlicher Seite geleistet.
Inzwischen haben wir auch hier alle Baumaterialien und Werkzeuge angeliefert
und die Menschen dort sind mit Bergeisterung am Wiederaufbau.
Zu unserer Freude angagieren sich auch ausnamslos alle Gaeste, die nach Tsunami
unser Hotel besuchen , trotz Urlaub und Ayurvedakur, stark in den Hilfsprojekten.
Sie kommen nach vorherigen Anfragen, mit gesammelten Spendengeldern und
Sachguetern ( Schulmaterial, Kinderspielsachen, Kinderbekliedung, nuetzlichen
Haushaltsgegenstaenden etc. ) angereist und sind eine wertvolle Unterstuetzung und
Entlasstung fuer uns und die betroffenen Menschen.
Soweit fuer heute
Herzliche Gruesse aus Sri Lanka
Juergen u. Maria Neurohr
und im Namen "unserer Familien" vielen Dank an alle Spender und
Unterstuetzer.
Shunyata
Sri Lanka Hilfe
Liebe Freunde 6.1.05
Kurzer Lagebericht von “Shunyata Sri Lanka Hilfe”
Haben mit Hilfe der ersten Spendengelder die Obdachlosenlager in unserer Umgebung
(Kosgoda, Hikaduwa, Galle) gezielt mit den Dingen versorgt die sie benoetigten.
Ein Hilfstrupp von uns legt Brunnen frei um den Betroffenen den Wiederaufbau
zu erleichtern.
Senden nun ein LKW mit 5000l Mineralwasser in die Trockengebiete im Suedosten.
Mitlerweile sind wir mit anderen Helfern vernetzt u. koennen so noch gezielter
arbeiten.
Es besteht keine Seuchengefahr mehr. Haben die betroffenen Gebiete mit einer
Hilfslieferung besucht. Die letzten Toten sind geborgen u. beerdigt.
Die Kuestenstrasse ist wieder freigelegt, die Infrastruktur - Versorgung ist
gewaehrleistet.
Am meisten sind die armen Fischerfamilien betroffen die direkt im Strandbereich
wohnten. Sie haben viele Angehoerige verloren ebenso ihr Haus u. ihr Boot.
Da die Soehne u. Toechter dieser Fischer meistens in der Hotelbranche arbeiten
droht auch ihnen der Verlust ihrer Arbeitsplaetze. Dadurch haben sie keinerlei
Moeglichkeiten ihre Versorgung u. den Wiederaufbau zu finanzieren.
Fast alle Touristen sind abgereist oder haben auch auf Grund von Falschmeldungen
in Europa ihren Urlaub fuer diese Saison abgesagt.
Dazu kommt auch, dass viele dieser Familien wegen des neuen Bauverbotes in
Kuestennaehe ihr Haus nichtmehr aufbauen duerfen.
Wir wollen mit der Regierung in Verhandlungen gehen damit diese den Menschen
Land zur Verfuegung stellt. Wir entwickeln gerade ein Programm um dort neue
Hauser zu erstellen. Ein Haus ca. 500Euro!!!
Jeden Tag stehen Menschen vor unserer Tuer die noch keinerlei Hilfe erhalten
haben.
In Deutschland haben wir ein Spendenkonto eroeffnet “Shunyata Sri Lanka
Hilfe, Maria Neurohr” Knr. 11421105 BLZ 66490000 Volksbank Offenburg.
Soviel in Kuerze
Licht u. Liebe
Juergen u. Maria
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Aktueller Bericht der Shunyata Sri Lanka
Hilfe 12.
01. 05
Vorsicht Schockgefahr!!!
Wir waren heute mit einem Hilfstransport in Hambantota.
Dies liegt im Suedosten des Landes. Zum einen handelt es sich
hier um ein Trockengebiet, zum andern gibt es hier keine Brunnen, da es ein
Salzabaugebiet ist u. selbst das Grundwasser wegen des hohen Salzgehaltes
nicht zu verwenden ist.
Daher haben wir uns entschlossen mit 5000 l Mineralwasser, in
5 l Flaschen, Hilfe zu leisten. Verunsichert ob sich der
lange Weg wirklich rechtfertigt ( einfache Faht ca. 5 Stunden ) oder ob die
Wasserversorgung schon wieder in Takt ist, habe ich das Universum gebeten uns
genau dorthin zu fuehren wo das Wasser an dringensten gebraucht wird.
Vor Ort angekommen erkannten wir schnel, dass immer noch
extremer Wassermangel herscht, selbst die Helfer des Militaers
u. der Polizei waren unterversorgt. Bis heute sind die Wasserlieferungen der
Behoerden immer noch zu wenig. Wenn sie die Lieferungen mit Tankwagen verbessern
haben die betroffenen Familien nun ein Behaeltniss in den sie das Wasser aufbewahren
koenen.
Von ihrem eigenen Hausrat ist ihnen nichts geblieben.
Die wennigen Menschen die sich noch bei den Anlaufstellen in
der Unterstadt aufhalten waren sehr hilfsberiet u. haben uns Fuehrer mitgegeben
um uns zu den schwierig zu findenden Sammellagern im Hinterland zu geleiten.
Die Geschehnisse in Hambantota sind unfassbar.
5m hohe Wassermassen haben mit einem Schub von Megatonnen den
unteren Teil der Stadt ueberrollt.
Augenzeugen berichten, dass die Wellen von mehren
Seiten kamen und in einen gigantischen Wirbel Hauser, Fahrzeuge
und Menschen zermalmt, - in die dahinterliegenden Salzbecken gespuelt,
- sekundenschnell unter Schlam- und Truemermassen zum Teil lebendigt
beerdigt haben oder sie mit den zuruekstroemenden Wasser ins Meer
spuelten . Wo sich vorher eine komplette Stadt mit 1500
- 2000 Haeusern befand zeigt sich jetzt ein wuestenartiges
Bild. Wundersamerweise sind lediglich Buddhistische
Tempel und moslemische Moscheen als einzige Gebaeude stehengeblieben
und wirken nun, ohne ihre umliegenden Gemeinden wie Mahnmaehler.
Kurz draengt sich mir das Bild einer gezielten Suendflut auf,
ich verwerfe es weil es mir ueberheblich u. arrogant erscheint. In den kargen Aesten der stehengebliebenen Baeume
wehen geisterhaft bunte Stoffe, Sarongs, Bettwaesche, Kleider… Vor wenigen Tagen hingen hier noch Leichen oder Leichenteile. Wieviele Seelen, die ohne jede Vorwahrnung ihren
Koerper u. alle anderen irdischen Bezugspunkte verloren haben moegen
wohl hier umherirren bis sie letztlich ihren Weg ins Licht gefunden
haben? 3080 Koerper sind bisher gefunden und in Massengraebern
beigesetzt worden. Mehr als 12000 !!! werden woll nicht mehr
auffindbar sein. In der Oberstadt gehen verwirrte Menschen ohne jede
Idee hin und her. In den Sammellagern angekommen treffen wir leere
Wassertanks an und mutige Menschen, die sich dort besonders
engagieren. Herzlich bedanken sie sich fuer unsere Hilfe und erwaehnen
fast nebenbei, dass auch sie Frau u. Kinder, Eltern u. Geschwister
- Freunde verloren haben… Ganze Familien wurden mit einem Schlag ausgeloescht. Waisenkinder werden uns gezeigt, es sollen viele
sein sagt man. Grosse Sorge ueberfaellt uns, weil wir wissen dass
es hier (wie in allen dritte Welt Laendern ) einheimische “Organisationen” gibt, (
durch einflussreiche Personen gedeckt ) die sich dieser Kinder
annehmen um sie an “nette Onkels” aus Europa gewinnbringend
zu vermieten, damit diese ihren Urlaub mit “ein bisschen
Kindersex” anreichern koennen. ( Bitte diesen Absatz nicht
in Zusammenhang mit meinen Namen veroeffentlichen, sonst kann es
passieren, dass auch ich meinen derzeitigen Koerper unfreiwillig
verlassen muss ) Eine Bekannte hier vor Ort erzaehlte uns, das einem
oertlichen Radiobericht von Unicef zufolge schon ueber 300 Kinder
waehrend dieser Katastropfe auf diese Art verschwunden sind. Zum
Teil von herumfahrenden “Zulieferern” einfach von der
Strasse aufgelessen. Licht und Liebe fuer alle Beteiligten Juergen Neurohr
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