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Sexualität und Tantra Was ist Tantra? von Saleem
Matthias Riek Im Westen erlebt Tantra seit einigen Jahrzehnten eine Renaissance, wobei das Spektrum hier von einfachen sinnlichen Gruppenaktivitäten bis hin zu enorm herausfordernden spirituellen Einweihungswegen reicht. Die meisten der im Westen heute bekannten Tantraschulen gehen auf den indischen Mystiker Osho zurück, der zuweilen auf sehr provozierende Weise östliche Weisheitslehren und westliche humanistische Therapieformen zusammenbrachte. Von ihm sind die bekannteren Tantraschulen Skydancing (Margo Anand), Orgoville (Gabrielle St. Clair und Michael Plesse) und The Art of Being (Alan Lowen) maßgeblich inspiriert, deren Schüler wiederum eigene Institute und Ableger gegründet haben. ....weiterlesen..... |
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Beiträge zum Thema: Sexuelle Energie ist
nicht nur der erste Ausdruck der ursprünglichen Energie, sie
ist auch die feinste und zarteste Energie, die es gibt. Wenn du dich beim Liebemachen der kosmischen Energie öffnest, wird jede daraus entstehende Sexualität von erlesener Natur sein. Sie wird nicht derb, nicht verkrampft, nicht aggressiv sein. Und sie wird frei sein von Angst.
Die Romantik des Todes Ein kollektiver Traum von der „wahren“ Liebe zwischen Mann und Frau Von OM C. Parkin, spiritueller Lehrer und Autor aus Hamburg Mann und Frau im Paradies der Liebe auf Erden Vor sehr langer Zeit, als sich Mann und Frau noch ihrer Selbst* bewußt waren, da waren ihre gegenseitige Liebe und ihr Zusammensein als Ausdruck dieser Liebe, der Höhepunkt göttlicher Feier auf Erden. Und die Erde war das Paradies. Das Diesseits des Jenseits. So nah und doch so fern, so fern und doch so nah. Und auf der Erde feierte Gott sein Spiel des Werdens und Vergehens in Liebe: Lila*, das göttliche Spiel. Und der Mensch befand sich in seinem natürlichen Zustand des göttlichen Menschseins, des menschlichen Gottseins. Seine absolute Natur war mit seiner relativen Natur in natürlichem Einklang. Und so sprach Gott durch den Mann: „ Ich bin Gott. Ich bin die Wahrheit in Liebe. Dies ist meine Natur. Und so führe und schütze ich die Frau auf Erden, denn ich bin sie Selbst.“ Und so sprach Gott durch die Frau: „Ich bin Gott. Ich bin die Liebe in Wahrheit. Dies ist meine Natur. Und so diene ich dem Mann auf Erden, denn ich bin er Selbst.“ Immer dann, wenn Mann und Frau sich in der Intimität ihrer Selbst, in ihrer Gewöhnlichkeit - und ihrer Intensität, in ihrer Vulgarität - und ihrer Erhabenheit, begegneten, „machten“ sie bedingungslos Liebe. Sie „machten“ Liebe in einem einzigen unerhörten, unvergleichlichen Akt reinen Bewußtseins. Die Wahrheit machte Liebe mit der Liebe, und die Liebe mit der Wahrheit. Als die einzig bewußte Fackeln der Wahrheit und der Liebe auf Erden erhellten sie sich selbst und somit die ganze Welt und alle organischen und anorganischen Lebewesen, die auf ihr wohnten. Und immer wieder, durch ihr bloßes und einfaches ZusammenSEIN, wurde das ewige Feuer der Liebe neu entfacht. Mal geschah es zart, wie eine Blume, mal rauh und gewaltig. Mal umstrich seine bloße, stille Präsenz ihr Herz wie ein Hauch und erinnerte sie an ihre jenseitige, göttliche Natur. Mal fickte er sie in ihrer Fleischlichkeit und erinnerte sie an ihr diesseitiges Menschsein, denirdischen Ausdruck reiner Liebe. Und sie, indem sie ihn beständig in Liebe empfing, so wie sie schon seinen Körper auf Erden ausgetragen und in Empfang genommen hatte, bettete ihn in die Liebe, in der sich für ihn die Vergänglichkeit körperlichen Daseins auflöste. Er „brauchte“ sie nicht, denn er war vollständig und erfüllt ohne sie. Nein, mit ihr, denn sie war in ihm und er liebte sie als sein Selbst. Seine Seele war männlich, seine Seele war weiblich und doch war er ganz Mann. In IHM war Mann, in IHM war Frau und doch war er nichts von alledem. Sie „brauchte“ ihn nicht, denn sie war vollständig und erfüllt ohne ihn und doch konnte sie nicht anders, als ihn zu lieben, denn er war in ihr und sie liebte sich Selbst. Ihre Seele war weiblich wie männlich, und doch war sie ganz Frau. In IHR war Frau, in IHR war Mann und doch war sie nichts von alledem. Weil sie sich nicht „brauchten“, ver-brauchten sie die Liebe nicht und ihre Liebe war immer frisch - frei und verbindlich zugleich. Sie waren füreinander die reinste Seelennahrung, das vollkommenste Geschenk, ein einziges Juwel. Seine natürliche Autorität gab ihr den Raum, wirklich zu lieben, während ihre Liebe seiner Kraft erst den inneren Glanz verlieh. Der Zaubertrank Eines Tages überreichte Gott ihnen einen Zaubertrank und sie fielen in einen tiefen Schlaf des Vergessens. Als sie aus ihrem Rausch wieder erwachten, schauten sie sich zunächst nur unverwandt an. Da sah er vor sich die ferne Gestalt einer Frau mit langen blonden Haaren, von unvergleichlicher Schönheit. Engelsgleich und nicht von dieser Welt, schien sie ihm die Erfüllung seiner Träume zu versprechen. Jede Berührung wäre einer Beschmutzung gleichgekommen. Die Göttin! Ihm war, als hätte er schon ewig nach ihr gesucht. Doch als sich der Sex in seinem Unterleib zu regen begann, sah er plötzlich den nackten, begehrenswerten Körper einer Frau vor sich. Es war zum Greifen nah, das Objekt seiner Begierde, die Befriedigung seines unerfüllten Verlangens, die Erlösung seines ruhelosen, körperlichen Drängens. Obwohl ihn seine ambivalente Wahrnehmung verwirrte, war er doch von einer starken Kraft wie besessen und in seinem Kopf, so schien es, zeigte ein köstliches Elixier seine Wirkung. „Die Liebe!“ schoß es ihm durch den Kopf. Und er streckte seine Hand nach ihr aus und sprach: „Ich liebe dich!“ „Ich liebe dich auch!“ erwiderte sie, berauscht von derselben Kraft, die sie verzehrte und sie verliebten sich unsterblich ineinander. Doch sie wußten nicht mehr, wen sie meinten, denn sie (er)kannten sich Selbst nicht mehr. Es war der Beginn einer romantischen Liebesgeschichte, die tragisch enden sollte. Ursprünge der romantischen Liebe zwischen Mann und Frau Wir befinden uns im Europa des 12. Jahrhunderts. Die Katharer (griech. Die Reinen) sind zu einer der größten religiösen Bewegungen dieser Zeit herangewachsen und gewinnen für die herrschende religiöse Atmosphäre immer mehr an Einfluß. Erstmalig in Köln im Jahre 1143 nachweisbar, haben sie sich in ganz Mittel,- West- und Südeuropa ausgebreitet. Sie nennen sich selbst „veri christiani“, die „wahren Christen“, oder „boni homines“ - „gute Menschen“, und kritisieren die Korruption und Verweltlichung der herrschenden patriarchalen Kirche. Weltlicher Gerichtsbarkeit fühlen sie sich nicht unterworfen. Als einzigen Führer anerkennen sie Jesus Christus, weil dieser nach ihrer Vorstellung kein inkarnierter Gott-Mensch gewesen war, sondern lediglich eine Erscheinung, ein Engel, der zur Erkenntnis des Guten aus dem Himmel gesandt wurde. In ihrer dualistischen Religion existieren zwei voneinander unabhängige Schöpfer, die in unversöhnlicher Feindschaft einander gegenüberstehen: Der gute Gott („le bon Dieu“), der über das jenseitige Himmelsreich herrscht – gemäß dem Jesuswort: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ (Jh 18,36) – und Satan, der böse Gott, dessen Reich alles Irdische umfaßt, wo er die Seelen der Menschen in der Sünde des Fleisches gefangenhält. Dort sind sie den Schmerzen und den Versuchungen niederer Fleischeslust ausgesetzt. Die meisten Katharer glauben gar, daß die Seele ohne das Wissen und das Einverständnis des „guten Gottes“ an diesen vermaledeiten körperlichen Ort gelangt ist. Weil die gesamte diesseitige Welt – somit auch die menschliche - als das Vermächtnis des Bösen, als die Sünde selbst betrachtet wird, gilt sogar die menschliche Zeugung bereits als unrein, als eine Befleckung, einen Akt des Satans selbst. Endgültige Reinheit und Vollkommenheit verspricht einzig die Erlösung aus dem körperlich beschmutzten Zustand durch den Tod. Doch auch diese Erlösung muß sich der Gläubige auf Erden durch strenge Askese erst hart erarbeiten. Der Kampf gegen die auferlegten Versuchungen fleischlicher Unreinheit ist für jeden Katharer von größter Bedeutung. So gilt jede Form von Sexualität zwischen Mann und Frau als schwerwiegende Sünde, weil sie mit sinnlicher Lust verbunden ist. Viele Geistliche dulden die Sexualität als notwendigen Akt zur Vermehrung lediglich unter der Bedingung, daß er in Unlust geschieht: „Wenn ein heiliger Mann ... seine Frau erkennt und ihm die hierbei auftretende Lust ... keineswegs gefällt, vielmehr verhaßt ist, dann ist dieser Verkehr ohne Sünde, doch das kommt selten vor.“ (Anmerkung 1: Uta Ranke-Heinemann – Eunuchen für das Himmelreich, Hamburg 1988) Für den männlichen Katharer soll die Frau lediglich eine platonische Gefährtin sein und er soll in ihr das Bildnis der Erlöserin sehen, ein reines Wesen aus Licht, das ihn im Himmel erwartet.... Den gesamten Artikel finden Sie im advaitaJournal Vol.8 Zu beziehen bei: www.advaitamedia.com |
