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Judentum

Was ist Judentum? Wer ist ein Jude?

1. Ein Jude ist ein Anhänger der ältesten monotheistischen Religion, das heißt der Religion, die sich nur einem einzigen Gott verpflichtet hat.
2.
Wer von einer jüdischen Mutter geboren wurde, ist automatisch Mitglied der jüdischen Gemeinschaft und somit Jude.
3.
Ein Jude zeichnet sich durch Toratreue (Tora = die heilige Schrift, Gebetsbuch) und einem Leben nach der Halacha aus. Er versteht sich über das Religiöse hinaus, auch im nationalen Sinne, als Angehöriger des Volkes Israel. Das "Jude sein" bezieht sich nicht auf ein Land oder einen Staat. Jude sein bedeutet, die jüdische Religion zu leben, dabei ist es egal in welchem Land man lebt. Man muss als Jude nicht unbedingt in Israel leben, um als Jude anerkannt zu werden.
4.
Im Nationalsozialismus sah man im Judentum eine "biologische Rasse", wobei man hinzufügen muss, dass sich eine Rasse nicht nach der Religion richtet und diese nationalsozialistische Definition somit falsch ist, wenn man bedenkt wie viel Leid dadurch dem jüdischen Volk angetan wurde.
5.
Auch wer zum jüdischen Glauben übergetreten ist und nach den jüdischen Sitten und Gebräuchen lebt, darf sich als Jude bezeichnen.

Der jüdischen Religion gehören, global gesehen, nur eine kleine Zahl Anhänger an. Trotz dessen ist die religiöse und glaubensgeschichtliche Bedeutung des Judentums außerordentlich groß, da das Judentum den Ursprung für das Christentum und den Islam darstellt. Das Judentum ist die kleinste Weltreligion, heute gehören ihr ca. noch 13,9 Millionen Gläubige an, das entspricht 0,4 % der Weltbevölkerung. Davon lebt ca. die Hälfte in Nord- und Südamerika, jeweils ein Viertel ist auf Europa und Asien (hauptsächlich Israel) verteilt.
Die Schwierigkeit bei dieser Religion liegt darin, dass im Laufe der Geschichte die Juden über die ganze Welt zerstreut wurden, dabei wird die jüdische Identität vornehmlich ein Problem der Religionszugehörigkeit. Die Besonderheit dieser Religion liegt darin, dass die Juden schon seit der Antike ein Volk mit einer eigenen Religion sind.

 

Ein Kommentar von Nico Rubeli-Guthauser 

Erstmals publiziert: Das Reden von "Menschenrassen", Die Position der Anthroposophen gegenüber dem Judentum, in: Jüdische Rundschau (27. Januar 2000) 4, Feuilleton, 9.

Sollen wir? Müssen wir? Oder verdrängen wir? Oder reden wir einfach so oberflächlich darüber, um uns nicht konfrontieren zu müssen? Als ob wir der Scham vor erfundenem Hass und verübten Mordtaten ausweichen könnten! Antisemitismusdebatten stürzen Vertreter kritisierter Traditionen in Bedrängnis. Wir Christen kennen Verhaltensmuster der Abwehr oder der Verdrängung beim Thema Judenhass zu gut. Wir haben erst nach der Schoa begonnen, uns überhaupt diese Frage in ihrer Tiefe zu stellen. Nach gut 1800 Jahren theologischem Antijudaismus, der sich rasch zum gewalttätigen Antisemitismus wandelte! Und etwa 20 Jahre brauchten die verschiedenen Konfessionen, um je institutionalisierte Kritik in den eigenen Reihen nicht mehr zu bekämpfen, sondern als Befreiung aus selbstverschuldeten Gewalttheorien zu begrüssen. Und auch dies noch immer nicht ohne Widerstände - auch heute noch. 

Anthroposophen tun sich in den letzten Jahren im Umgang mit Antisemitismus schwer. ...weiter lesen....

 

Mehr Infos zum Thema: www.sinnverlag.de

 

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Auszüge aus einem "offenen Brief aus Israel" von Ran haCohen, Tel Aviv Universität
Missbrauch von Antisemitismus

Der Vorabend des jüdischen Neujahrsfestes (26.9.2003) ist eine ausgezeichnete Möglichkeit für das, was jüdische Tradition Cheschbon Nefesch nennt oder ein In-Sich-Gehen und über sogenannten "Antisemitismus" nachzudenken, der jetzt zum einzigen bedeutsamsten Element jüdischer Identität geworden ist.

Juden mögen an Gott glauben oder nicht glauben, sie mögen Schweinefleisch essen oder nicht essen, in Israel leben oder nicht dort leben - sie werden alle durch eines mit einander verbunden: durch den unbegrenzten Glauben an den Antisemitismus.
Wenn ein Palästinenser einen unschuldigen israelischen Zivilisten tötet, dann ist dies Antisemitismus. Wenn Palästinenser einen Soldaten der israelischen Besatzungsarmee in ihrem eigenen Dorf angreifen, ist es Antisemitismus. Wenn die UN-Hauptversammlung mit 133 zu 4 gegen Israels Entscheidung, den gewählten palästinensischen Führer zu ermorden, stimmt, bedeutet dies, dass außer den USA, Mikronesien und den Marschallinseln alle anderen Länder rund um den Globus antisemitisch sind....
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Links zum Thema:

www.judentum.de

www.hagali.com

www.payer.de

www.juden.de

www.judentumprojekt.de

 

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