Was ist Judentum? Wer ist ein Jude? 1. Ein Jude ist ein Anhänger der ältesten monotheistischen Religion, das heißt der Religion, die sich nur einem einzigen Gott verpflichtet hat. Der jüdischen Religion gehören, global gesehen, nur eine kleine Zahl Anhänger an. Trotz dessen ist die religiöse und glaubensgeschichtliche Bedeutung des Judentums außerordentlich groß, da das Judentum den Ursprung für das Christentum und den Islam darstellt. Das Judentum ist die kleinste Weltreligion, heute gehören ihr ca. noch 13,9 Millionen Gläubige an, das entspricht 0,4 % der Weltbevölkerung. Davon lebt ca. die Hälfte in Nord- und Südamerika, jeweils ein Viertel ist auf Europa und Asien (hauptsächlich Israel) verteilt.
Ein Kommentar von Nico Rubeli-Guthauser Erstmals publiziert: Das Reden von "Menschenrassen", Die Position der Anthroposophen gegenüber dem Judentum, in: Jüdische Rundschau (27. Januar 2000) 4, Feuilleton, 9. Sollen wir? Müssen wir? Oder verdrängen wir? Oder reden wir einfach so oberflächlich darüber, um uns nicht konfrontieren zu müssen? Als ob wir der Scham vor erfundenem Hass und verübten Mordtaten ausweichen könnten! Antisemitismusdebatten stürzen Vertreter kritisierter Traditionen in Bedrängnis. Wir Christen kennen Verhaltensmuster der Abwehr oder der Verdrängung beim Thema Judenhass zu gut. Wir haben erst nach der Schoa begonnen, uns überhaupt diese Frage in ihrer Tiefe zu stellen. Nach gut 1800 Jahren theologischem Antijudaismus, der sich rasch zum gewalttätigen Antisemitismus wandelte! Und etwa 20 Jahre brauchten die verschiedenen Konfessionen, um je institutionalisierte Kritik in den eigenen Reihen nicht mehr zu bekämpfen, sondern als Befreiung aus selbstverschuldeten Gewalttheorien zu begrüssen. Und auch dies noch immer nicht ohne Widerstände - auch heute noch. Anthroposophen tun sich in den letzten Jahren im Umgang mit Antisemitismus schwer. ...weiter lesen....
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Auszüge aus einem "offenen Brief aus Israel" von Ran haCohen, Tel Aviv Universität Der Vorabend des jüdischen Neujahrsfestes (26.9.2003) ist eine ausgezeichnete Möglichkeit für das, was jüdische Tradition Cheschbon Nefesch nennt oder ein In-Sich-Gehen und über sogenannten "Antisemitismus" nachzudenken, der jetzt zum einzigen bedeutsamsten Element jüdischer Identität geworden ist. Juden mögen an Gott glauben oder nicht glauben, sie mögen Schweinefleisch essen oder nicht essen, in Israel leben oder nicht dort leben - sie werden alle durch eines mit einander verbunden: durch den unbegrenzten Glauben an den Antisemitismus. |
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