Mandalas meditative Kraft- und Heilbilder

Sie faszinieren durch ihr Farben- und Formenspiel, durch ihre Ausstrahlung von Ruhe, Stärke und Harmonie. Sie bringen uns in Kontakt mit unserer Mitte, unserem Sein. Mandala (Symbol von Geburt und Ganzheit) kommt aus dem Sanskrit, einer alten indianischen Schriftsprache und bedeutet einfach Kreis. Im Tibetischen wird es mit “Zentrum” übersetzt.

Mandalas sind in ihrer Anlage keine reinen ästhetischen Kunstwerke oder Objekte, sondern auch “Yantras” (Werkzeuge) die den intensiven Betrachter zu innerer Anschauung und Erfahrung führen wollen. Es kann eine Brücke zwischen dem Endlichen und dem Unendlichen werden. Energien und Kräfte finden zusammen, bringen Heilung und inneren Frieden.

Aus Indien und Tibet sind die Mandalas, die den Mönchen zur Meditationsvorbereitung dienen. Sie kommen aber in allen Kulturkreisen vor, auch bei den Indianern und bei uns.

Mandala bedeutet: Zentrierung, Konzentration, Ordnung, Struktur, Kreis.

Mandala als Symbol

Mandala als Symbol ist Sinnbild für eine wohl konstruierte, auf ein Zentrum hingerichtete Ganzheit, der Vereinigung der Gegensätze zu einem sich gegenseitig ergänzenden Zusammenspiel.

Mandala ist Symbol des Weges und Zieles, der Konzentration und Gegensatzvereinigung. Es ist ein Weg zur Mitte, zur Individuation. Man bezeichnet es dann als ein Psychokosmogramm.

Der Weg des Mandala führt aus Zeit heraus hin zu Ewigkeit. Es gilt dann nicht mehr was hinter einander geschieht, sondern was immer hier im Jetzt ist und war.

Mandala-Ritual, als ein Weg ins Zentrum der Seele

Inneres oder äußeres Kreisen um die Mitte und spiralförmiges Wandern zum Zentrum findet sich in fast allen Kulturen der Menschheit einen Ausdruck mit unterschiedlichsten Möglichkeiten. Ein Beispiel ist die rituelle Gestaltung eines Mandala.

Ein Mandala dient im buddhistischen Bereich vor allem als Meditationshilfe. Der Betrachtende versenkt sich in die Ordnung, die Struktur des Mandala, die ein Diagramm von Universum und Kosmos darstellt. Mit dem Mandala kann der einzelne Zuordnung erfahren. Alles bekommt durch seine Bezogenheit zum Mittelpunkt einen Sinn.

Der Tiefenpsychologe C. G. Jung (1875-1961) stellte in seinen Untersuchungen zur psychischen Wirksamkeit des Mandala-Prinzips fest, dass ein Mandala Schutz gibt, Sinn, Ziel und Richtung weisen, Hoffnung, Strukturiertheit und das Gefühl von Ganzheit vermitteln, aber auch ein Gefühl von Neugier und Faszination wecken kann.