Ein EINHEITSERLEBNIS von Viola Schmidt
Ich habe viele beeindruckende Erlebnisse gehabt. Und keines davon istwirklich in Worte zu fassen. Doch mein erstes spirituelles Erlebniss geschah im Urlaub. Ich war 21. Ich lag in der Nachmittagshitze auf dem Bett und döste, als ich plötzlich bemerkte, wie ich mich in alle Himmelsrichtungen hinein mehr und mehr ausdehnte. Eine unaussprechliche Freude durchflutete mich, hob mich innerlich so stark an, dass ich meinte zu fliegen. Alles um mich herum war mit pulsierendem Leben erfüllt und leuchtete mehr und mehr auf in Licht. Ich SAH die Lebendigkeit der Pflanzen vor meinem Fenster, wie sie in unendlicher Zeitlupe wuchsen und sich dem Sonnenlicht tanzend entgegenstreckten. Ich sah ihr bedingungsloses Einverständnis mit dem was ist, ihre innere Verbundenheit miteinander und Gleichklang mit dem Kosmos. Es war, als wenn dieser Gleichklang zustande kam indem jedes individuelle Pflänzchen seinen eigenen Akkord in die Harmonie des Ganzes Orchesters freudig einfliessen lassen würde und somit gemeinsam ein Konzert entstand. Die Wahrnehmungen überschlugen sich in Zeitraffer und mir wurde es im Zimmer zu eng. Ganz deutlich fühlte ich, dass ich einen ganz eigenen Platz jetzt sofort unbedingt finden musste und dass ich dorthin geführt werde durch ein inneres Sehnen und Strömen. Ich folgte. Stand auf, nahm das Auto und lies mich treiben, jeden Meter fühlend ob ich mich auf "meinen" Ort zubewegte oder davon weg. Ich musste anhalten, über Zäune steigen, durch private Gärten schleichen bis ich schliesslich schnurgerade auf einer hohen Felsklippe unvermittelt im Wind stand. Schon wieder der Wind... Die Felsen fielen steil vor mir ab. Die Meereswellen brachen sich in der kleinen Böschung dort unter mir am Felsen. Meine Ausdehnung nahm von Minute zu Minute zu, wurde mächtig und fein gleichzeitig, unendlich gross. Und gleichzeitig floss mir das Bewusstsein von all dem zu, was mich umgab und durchdrang mich, während ich es durchdrang und verschmolz. Ich war eins. Ich war der Felsen, das Wasser, der Wind, die Luft die mich atmete. Ich war alles - alles ein Teil von mir und getrennt und nicht getrennt gleichzeitig. Ich war ewig - war schon immer da und werde immer bestehen. Ich sah, beobachtete wie mein Gehirn in unendlicher Langsamkeit eine Frage formte. Spielte mit den Worten wie mit Bällen, neugierig sie hin und her schiebend dort vor mir, meine Gedanken getrennt von mir, interessiert was sie wohl meinen: "Wie - lange Stille - soll - lange Stille - ich - lange Stille - das - lange Stille - blos - Stille - jemandem - erklären - können?" Es hatte mich ein gewaltiges inneres Drängen, eine Sehnsucht erfasst, dies allen Menschen mitzuteilen, teilhaftig werden zu lassen, sie zu erinnern, wer sie wirklich sind. Dieses Drängen war so übermächtig, dass keine Möglichkeit bestand, dem nicht nachzugeben. Nur wie??? Und gleichzeitig strömten Bilder und Gefühle aus vergangenen Leben auf mich ein, was mich alles ausmacht, was meine Persönlichkeit über viele Erfahrungen hinweg geformt hatte. Ein Gesamtbild meiner selbst. Einheit mit dem Universum. Das Universum bin ich. Ich bin das Universum. Und da es nichts außerhalb von "mir" gibt, gibt es mich nicht. Nur noch reines Bewußtsein - und alles ist Ausdruck davon: Ausdruck von "mir". Ich. Dieses Sein, Bewußtsein, läßt mich dieses selbe Bewußtsein in anderen Menschen "erkennen" - es begegnet sich selbst - und hilft mir, die selbstverständlichen, natürlichen Entwicklungsschritte der Menschen z.B. in meinen Seminaren und Ausbildungen, zu unterstützen. Ganz besonders gesegnet bin ich mit einem Lebenspartner, dem - wie mir - dieses Erwachen absichtslos geschenkt worden ist und der aus derselben Tiefe heraus das Leben mit mir teilt und aus derselben Quelle heraus genauso alleine, wie mit mir gemeinsam die Menschen, die sich an uns wenden, spirituell begleitet. www.olht.de (089/62830408) |
