Interview mit Bestseller-Autorin Bärbel Mohr von Thomas M. Sura:

Ist es nicht mit den Bestellungen so wie mit dem "Positiven Denken":

Dein bewußter Teil wünscht sich etwas, aber diverse unbewusste Anteile

deiner Selbst wollen etwas ganz anderes. Muss nicht erst der Boden

bereitet sein, damit eine Bestellung auch erfüllt und bei Dir ankommen

kann? Was ist Deine Erfahrung?

Bärbel:

Positives Denken allein ist wohl meistens zu schwach und zu wenig

zielgerichtet. Mit den Bestellungen ist es eher wie mit den

Manifestationsmethoden einiger Indianerstämme (fühlen, was man haben will

und dann dafür danken) oder wie mit der Technik des bulgarischen Lehrers

Michael Aivanhov, der sich inneres Licht vorstellt und es als Baustein

verwendet für alles, was er in sein Leben rufen möchte, oder wie mit den

Sufis (z.B.Pir Vilayat Khan), die meinen, wer sich über die Umstände

beschwert, beschwert sich über sich selbst, da die Umstände nur ein Spiegel

unserer inneren Einstellungen sind.

Oder auch wie mit den Essenern, die schon vor 2500 Jahren feststellten, was

ich erreichen möchte, muss ich zuerst in meinem Inneren erschaffen. Auch im

Osten gibt es die Ansicht, dass wir keinen freien Willen im Handeln haben,

weil dies automatisch nur die Umstände hervorbringt, die unseren inneren

Qualitäten entsprechen. Der freie Willen liegt im Verändern unseres

Charakters, was dann wieder automatisch andere Umstände hervorbringt.

Der 100 Jahre alte Dr. Shiyoya aus Japan beispielweise atmet die Urenergie

der Schöpfung ein, visualisiert dann, was er haben möchte und läßt die

Energie wieder los, zurück in die All-Einheit. Das wiederholt er je 25 mal

und er "bestellt" damit ebenfalls die erstaunlichsten Dinge. Besonders

Gesundheit hat er damit schon oft manifestiert und er gewinnt auch immer

noch Goldturniere für Senioren (siehe sein Buch "Der Jungbrunnen des Dr.

Shiyoya). Er wurde mir einer sehr schwachen Gesundheit und schlechten

Prognosen für sein Überleben geboren. Heute sagt er inhaltlich ungefähr

Folgendes: "Immer da, wo wir an die Grenzen der Materie geraten, steht es

uns offen, uns an den universellen Geist zu wenden."

In jedem meiner Bücher biete ich Techniken und Methoden an, den Spiegel der

inneren Einstellungen zu polieren, damit man auch offen für die großen

Lieferungen ist. Ich stelle jedoch fest, dass dies immer wieder gerne

überlesen wird. Man möchte die inneren Einstellungen lassen, wie sie sind

und trotzdem bestellen... Das funktioniert allerdings dann wirklich nur mit

Kleinigkeiten wie Parkplätzen und ähnlichem. Auf Dauer kommen wir nicht darum

herum, uns für die Umstände unseres Lebens mitverantwortlich zu fühlen.

Mariam:

Die spirituellen Meister der Gegenwart und der Vergangenheit haben

immer wieder betont, daß es darauf ankommt nichts zu wollen - dass es darum

geht, frei von Wünschen und Begierden zu sein. Bewegt sich deine Arbeit

nicht in eine gegenläufige Richtung?

Bärbel:

***Doch, teilweise ganz klar ja. Denn wenn ich ein Mensch mit zahlreichen

Ängsten, alten Mustern und zwanghaften Vorstellungen bin und ich lasse mich

einfach nur treiben ,ohne etwas zu wollen, dann bin ich in etwa wie ein

Kapitän auf einem Segelschiff, der sich weigert, die Segel zu setzen und sich

dann beschwert, wo er vom Schicksal hingetrieben wird. Mir wird begegnen,

was meinem Inneren entspricht.

Wenn ich anfange beim Universum zu bestellen und feststelle, da ist wer, der

zuhört und der mir antwortet und liefert, dann bin ich (vielleicht nicht

jeder, aber ich halt) hoch motiviert, dies zu perfektionieren und mich

innerlich solange zu reinigen, zu stabilisieren und weiter zu entwickeln,

bis der Spiegel der äußeren Umstände in der Tat nur noch ein individuell

glückliches und erfülltes Leben zeigt.

Dann kann ich aufhören "Einzelbestellungen" aufzugeben und täglich etwas

Neues zu wollen. Dann arbeite ich an meiner inneren Schönheit und freue mich

über die äußere Schönheit, die ich geliefert bekomme. Dann werden nämlich

auf einmal die Überraschungen, die das Leben liefert, viel besser, als

alles, was ich mir ausdenken kann.

Und dann kommt natürlich noch der Punkt dazu, dass das Universum umso

weniger liefern kann, je zwanghafter und verkrampfter mein Ego irgend etwas

will. Vielleicht meinen die spirituellen Meister auch hauptsächlich diesen

Aspekt. Denn alles, was ich mir aus Freude am Leben vorstelle und wünsche,

das wird per Express geliefert. Einfach, weil ich dann am meisten verbunden

bin mit der All-Einheit und sie Freude daran hat, mir zu geben, was mich

erfreut.

Mariam:

Begrenzt Du Deine Bestellungen auf Dich persönlich oder bestellst Du

auch für Andere oder gar die ganze Welt?

Bärbel:

Bei Vorträgen oder Seminaren, wenn wir zum Teil mehrere Hundert Leute sind,

bestellen wir fast immer auch inneren und äußeren Frieden und innere und

äußere Gesundheit für die Welt. Da wir unsere Umstände nicht nur einzeln,

sondern auch kollektiv gestalten, senden wir damit friedvolle Energie ins

Kollektiv.

Mariam:

Gibt es eine Bestellung, die Du abgeschickt hast, die nicht

ordnungsgemäß erledigt wurde?

Bärbel:

Ja! Fünf Kilo zuzunehmen ist mir bisher nicht gelungen. Ich habe mich

"beschwert", dass mir immer so schnell kalt ist und deshalb will ich

zunehmen. Das Universum fand einen Trick, das Kälteempfinden stark zu

reduzieren, auch ohne dass ich zugenommen hätte. Dann habe ich bestellt:

"OK, dann möchte ich eben einfach nur so zunehmen." Aber diese Lieferung

steht noch aus :)))))

Mariam:

Die Weisen und Erleuchteten sagen, daß wir eins sind mit dem Universum.

Wenn wir aber das Universum sind - es keine Trennung gibt - ist da auch

Niemand, bei dem ich bestellen kann - oder?

Bärbel:

***Stimmt. Letztlich ist das Bestellen nur ein Trick, um an die eigene

Schöpferkraft zu gelangen. Ich bestelle, gebe ein Bild ab von dem, was ich

erreichen möchte und dann öffne ich mich für den Energiefluß mit der

All-Einheit und damit steht mir das gesamte, universell verfügbare Wissen

zur Verfügung. Wenn ich mich ängstlich in mein Ego verkrieche, reißt der

Energiefluß ab und ich lebe leider nicht mein volles Potential.

Mariam:

Gibt es auch Bestellungen, die die kosmische Bestellannahme als

"unausführbar" ablehnt? Gibt es da eine moralische Instanz im Universum oder

ist die Bestellannahme absolut neutral?

Bärbel:

***Es ist weit davon entfernt, neutral zu sein, denke ich. Wenn einer bei

einem normalen Versandhaus bestellt, ?schicken sie mal meinem bösen Nachbarn

einen Haufen Mist, der gewaltig stinkt", dann liefert das schon ein normales

Versandhaus nicht aus und das Universuch auch nicht. Der Grund beim

Universum ist der, dass ich umso schneller beliefert werde, je mehr ich mich

in Liebe mit allem verbunden fühle, weil ich dann eben der Wahrheit, dass

eigentlich alles eins ist, am nächsten bin.

Wenn ich "negatives" bestelle, dann kann ich das ja nur,wenn ich mich

getrennt vom Rest fühle und mit dieser Trennung bin ich auch automatisch

nicht mit dem universellen Energiefluß verbunden. Ganz einfach, oder?

Mariam:

Was passiert in den notleidenden Regionen der Welt? Wird etwa in Afrika

nicht richtig bestellt?

Bärbel:

Um kollektive "Bestellungen" zu verstehen, braucht man nicht nach Afrika zu

gehen. Auch in Europa gibt es solche kollektiven Probleme. Vor 100 Jahren

hatte beispielsweise nur jeder 100. Krebs. Im Moment ist es jeder 3. und die

Todesursache Nummer 1 bei Kindern. Dabei wurde beispielsweise schon 1931 der

Nobelpreis für die Erkenntnis vergeben, dass gesundes Gewebe immer basisch

ist. Wir leben aber als Kollektiv immer stärker säurebildend (fast alle

Menschen sind übersäuert und werden es jährlich immer mehr, weil auch die

Qualität der Nahrungsmittel inklusive Bioobst und Gemüse immer schlechter

wird, durch Auslaugung und Übersäuerung der Böden). Unsere

Kollektivbestellung lautet dazu in etwa: "Wir achten und respektieren die

Natur kein bisschen, auch unsere eigene nicht und wir leben so dekadent wie

es uns paßt, Konsequenzen sind uns egal. Möge uns das Leben die gleiche

Qualität zurückgeben..." Und das tut es. So einfach ist auch das!

Mariam:

Aber was ist mit der Einzelperson in Afrika, die sich beim Universum

von Herzen Gesundheit, Nahrung und Reichtum wünscht?

Bärbel:

Eine Person, der es gelingt, sich in Liebe aus dem Massenbewußtsein

auszuklinken (schwierige Aufgabe, gerade in Afrika, ich kenne die Mentalität

dort ein bischen) wird das in ihrem Leben haben. Siehe Grameen-Bank in

Bangladesh, die es mittlerweile in 60 Dritte Welt Ländern gibt. Da kann

jeder noch so Arme (ohne Schuhe, Dach über Kopf und alles) Kleinkredite

bekommen und in den Mittelstand aufsteigen. In Bangladesh war ich und habe

mir das angesehen. Von 60.000 Dörfern haben 48.000 eine Filiale dieser Bank

für die Armen und ganze Viertel in den Dörfern sind von Kreditnehmern der

Bank aufgebaut. Die haben alle vorher im Dreck und am Straßenrand gelebt. Es

ist eine Menge mehr möglich, als wir denken.

Es gibt Meeresspargelsorten, die sehr nahrhaft sind und aus denen man,

ähnlich wie aus Hanf, fast alles herstellen kann. Könnte man in Afrika

anbauen, wenn man sich denn die Mühe machen wollte. Einige tun es.

Man kann mit speziellen Wasserauffanganlagen Morgentautropfen in der Wüste

einfangen und so Trinkwasser erzeugen. Es gibt soviel. Die Lösungen sind für

fast alles schon da.

Wenn man als Einzelner unter erschwerten Bedingungen lebt, dann braucht man

umso mehr Liebe zur Schöpfung, um zu hören, wie selbige Schöpfung einem aus

dem Dreck herausleiten will.

Kennst Du folgende Story:

Ein Professor in Baltimore ließ seine Studenten Studien von 200 Jugendlichen

aus den Slums anfertigen, um die Chancen der Jugendlichen abzuschätzen,

jemals die Slums zu verlassen, jemals lesen und schreiben zu erlernen oder

jemals einem richtigen Beruf nachzugehen. Bei allen 200 Fällen kamen die

Studenten zu dem Ergebnis Null Chancen.

Zwanzig Jahre später las ein anderer Professor diese Studie und lies

sogleich seine Studenten ausschwärmen, um zu überprüfen, ob wirklich keiner

es geschafft hatte. Und siehe da: Ein großes Wunder war geschehen, denn von

den 180 ehemaligen Jugendlichen, die sie noch fanden, hatten 176 lesen und

schreiben gelernt und eine wundersame Karriere gemacht. Alle hatten zum Teil

hervorragende Berufe und alle lebten in der Stadt und hatten die Slums

verlassen. Natürlich fragten die Stundenten jeden, wie er das geschafft

hatte. Die Antwort war immer die gleiche: ?Das verdanken wir nur unserer

Lehrerin.' Diese lebte zum Glück noch und gab lächelnd folgende Antwort:

?Ganz einfach: Ich liebte alle diese Jugendlichen!

Ich denke, jeder kann ein individuell glücklich und erfolgreiches Leben

leben auf diesem Planeten, selbst dann, wenn der Rest der Menschheit

Weltuntergang feiert. Es ist nur in manchen Regionen - vielleicht -

schwieriger als in anderen. Wenn ich mir unsere demotivierte Jugend (in

meiner Verwandtschaft auch vorhanden) ansehe, die alles haben und nix tun,

dann frage ich mich, ob denen nicht eine Kur in den Slums gut bekommen

würde...

Mariam:

Wie kommt es, daß Du Dich so stark mit dem Thema Ernährung befasst?

Bärbel:

Auf die Ernährung zu achten hat bei mir schon als Teenager riesige

Unterschiede im gesundheitlichen Befinden ergeben. Ich konnte es dann nie

fassen, dass die verschiedenen Ernährungslehren sich so stark widersprechen

und wollte DIE EINE finden, die auf jeden Fall immer stimmt. Ich musste dann

feststellen, dass die universelle Vielfalt an Möglichkeiten auch hier wieder

zuschlägt und dass es überdies ein Irrtum ist, zu glauben, der Mensch lebe

von physischer Nahrung und den Kalorien allein.

Mariam:

Kannst Du Deine Erkenntnisse in Sachen Ernährung in 10 Tipps

zusammenfassen?

Bärbel:

1) Wie schon erwähnt:

Bereits 1931 wurde der Nobelpreis an Dr. Otto Warburg für die Erkenntnis

vergeben, dass gesundes Gewebe immer basisch ist. Was immer wir essen, es

sollte unseren Körper basisch machen. Wenn wir uns übersäuern, brauchen wir

uns nicht zu wundern, wenn wir irgendwann Krebs bekommen, wie mittlerweile

jeder Dritte. Vor 100 Jahren war es jeder 80. und Naturvölker, die sich

vollkommen basisch und von sogenannter Primitivkost ernähen, kennen die

Krankheit Krebs bis heute nicht. Sauer macht alles Zuckerhaltige, Kaffee,

Fleisch u.v.m.

2)

Seine Nahrungsmittel bewusst auszuwählen und gegebenenfalls auch hochwertige

und rein pflanzliche Nahrungsergänzungen zu verwenden wird immer wichtiger,

da unsere Böden inzwischen zu 70 bis 80 Prozent entmineralisiert sind und

die wenigen restlichen Nutzstoffe werden teilweise vom sauren Regen gebunden

und gelangen dann weder ins Obst noch ins Gemüse. Der gemessene

Nährwertgehalt unserer Nahrung sinkt alle paar Jahre rapide weiter ab und so

erklärt sich auch die indianische Prophezeiung, dass der weiße Mann

irgendwann an vollen Töpfen verhungern wird. Wir verhungern auf eine Weise,

die zwar einerseits leicht dick macht, bei der aber unsere

Selbstheilungskräfte und die Grundfunktionen des Körpers verkümmern und wir

immer anfälliger für Krankheiten werden.

3)

Der Mensch lebt alles andere als nur von den Kalorien allein. Ob wir es

merken oder nicht, wir nehmen auch Nährstoffe aus der Luft (über Atmung und

Haut) auf und wir nehmen auch Pranaenergie auf, die uns nährt. Je schlechter

und unbewusster wir uns ernähren und leben, desto weniger Prana können wir

allerdings aufnehmen und desto mehr an Kaloriennahrung brauchen wir dann

tatsächlich.

Die russische Ärztin Dr. Schatalova beschreibt in ihrem Buch "Wir fressen

uns zu Tode" wie der Mensch zu der Nahrung zurückfindet, die sie naturgemäß

findet. Ihren Studien zufolge reichen 250 bis 400 Kalorien Vitalkost aus.

Zum Beweis ist sie mit ehemaligen Patienten 500 km durch die Wüste

gewandert. Es wurden nur 400 Kalorien gegessen und sehr wenig getrunken.

Trotzdem kamen alle munter und vergnügt an und fühlten sich fitter als

zuvor. Niemand hatte abgenommen und einige hatte zugenommen.

Auch Sportler, die nach ihrer Methode leben, leisten Ungewöhnliches. Während

normale Sportler beim Viertagemarathon zirka 6000 Kalorien pro Tag brauchen

und trotzdem noch 3 - 4 Kilo abnehmen, reichen ihren Leuten auch hierfür

1000 Kalorien und wieder nehmen sie entweder nichts ab oder sie nehmen sogar

zu.

4)

Was immer wir essen, unsere Einstellung zum Leben und unsere Freude und

Dankbarkeit spielen eine große Rolle bei der Verwertung der Nahrung. Ein

Mönch in Japan (aus dem Umfeld von Masaru Emoto, mein Verleger hat ihn

kennengelernt) lebt seiten vielen Jahren von nichts anderem als Tofu und

Bier. Da er "fit wie ein Turnschuh" ist, hält er nun Bier und Tofu für das

Geheimrezept des gesunden Lebens. In Wahrheit liegt das Geheimnis wohl eher

darin, dass dies die Lieblingsnahrung des Mönchs ist und er daran eine so

große Freude hat, dass er offenbar den Rest über Prana (Energie) bekommt.

Dies soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass nur ein wirklich

dauererleuchteter Meister Zucker, Weizen und viel Fleisch so

verstoffwechseln kann, dass er weder   körperlichen Schaden daran nimmt, noch

seine Verbindung zum universellen Geist schwächt. Diese Verbindung schwächt

übrigens auch besonders Alkohol.

5)

Ich halte lebendiges Essen (also weder tote Tiere, noch über 40 Grad

erhitztes Essen) für die Nahrung mit der höchsten Energie, die am ehesten

die Verbindung mit höheren Bewusstseinsebenen erleichtert und begünstigt und

die überdies einen komplett gesunden Körper am ehesten ermöglicht. Aber der

Weg zu reiner Rohkost ist kein ganz leichter, schon allein deshalb nicht,

weil der Stoffwechsel zwei Jahre braucht, um sich auf reine Rohkost

umzustellen. Während der zwei Jahre sollte man sehr aufmerksam mit seinem

Körper sein und für viele kann es wichtig sein täglich Energieübungen (wie

Tai Chi oder Chi Gong-Formen etc.) zu machen, um keine Blockaden und

Kältestaus im Körper hervorzurufen. Danach wundert man sich dann allerdings,

zu was der Körper alles im Stande ist. Die Umstellung auf die

400-Kalorien-Kost von Frau Dr. Schatalova soll übrigens nur drei Monate

dauern, es sind aber leider keine Kontaktadressen im Buch angegeben.

6)

Fünf-Elemente-Ernährung kann eine Alternative sein für Gegenden, in denen

nicht genug roh Verzehrbares wächst. Was immer man für eine Alternative

wählt, es sollte eine Ernährungsform sein, die bewusst und achtsam mit der

Nahrung umgeht und damit, wie man sie harmonisch kombiniert. Dinge

gleichzeitig zu essen, die teilweise basisch und teilweise sauer verdaut

werden müssen, kann kein Körper der Welt geregelt bekommen. Auch die

Verdauungszeiten des Körpers zu beachten, hilft dem Körper sehr dabei, sich

gesund zu erhalten. Nach 20 Uhr sollte nichts mehr gegessen werden und bis

mittags um zwölf allenfalls Obst, weil dies (20 bis 12 Uhr) die

Entgiftungszeit des Körpers ist. So sind zahlreiche Ernährungstheoretiker

der Welt davon überzeugt, dass südländische Völker nicht wirklich ein

angeborenes hitziges Temperament haben, wie oft vermutet wird, sondern dass

sie einfach nur zu spät am Abend essen. Der Körper kann das nicht mehr

richtig verdauen und dies macht auch aggressiv.

In Experimenten wurden übrigens auch Ratten aggressiver, wenn man ihr Essen

auf unsere Zivilisationskost umstellte. Dies leitet gleich in den nächsten

Punkt über:

7)

Es gibt One-Way-Informationsleitungen zwischen Kopf und Darm. Von diesen

Leitungen gehen 90 Prozent vom Darm zum Kopf, d.h. weit mehr Informationen

gibt der Darm an den Kopf als umgekehrt. Was für Informationen können das

sein? Serotonin, ein Nervenbotenstoff, der unsere Stimmungen beeinflusst,

wir zu 95 Prozent im Darm erzeugt. Der Darm teilt somit dem Kopf mit, wie

wir gerade drauf sind. In der Darmummantelung befinden sich außerdem 10

Millionen Zellen, die vom Aufbau her identisch mit den Gehirnzellen sind.

Der Darm ist zum einen das einzige Organ, dass ohne Steuerfunktion vom

Gehirn seine Tätigkeit ausüben kann und zum anderen wird mittlerweile der

Sitz unserer Intuition und unseres emotionalen Gedächtnisses in diesen

"Gehirnzellen im Darm" vermutet.

Das wiederrum bedeutet, dass wir mit schwer verdaulicher Nahrung sowohl

unsere Intuition schwächen, als auch unsere Stimmungen. Wir sind leicht

verstimmt und schnell aggressiv durch die Art von Nahrung, die bei uns als

normal angesehen wird. Ißt man dann zusätzlich noch spät am Abend, verstärkt

man den Effekt der leichten Reizbarkeit.