Selbstverständliche Völkermorde

Es gibt ein paar Dinge, bei denen wir uns in den letzten Jahren daran gewöhnt haben, sie als selbstverständlich hinzunehmen, die aber bei näherem Hinsehen unfassbar grausam und zutiefst schmerzhaft sind. Neben dem großen Baumsterben auf der ganzen Welt sind das dauerhaft die Lebensbedingungen und Massentötungen von Tieren.

Gerade in diesen Tagen (wir schreiben diesen Artikel Ende Januar) gehen die Bilder von einem unglaublichen Massenmord durch alle Medien. Millionen von lebenden Wesen werden zum Teil lebendig begraben. Was haben sie getan? Haben diese Geschöpfe vielleicht jemanden angegriffen oder gar mutwillig Menschen verletzt?

Nein, die Hühner, von denen ich hier rede, sind unschuldige Wesen und ihr einziges Vergehen ist es, in Gefangenschaft geboren zu sein.

Weil der Mensch sie wie Dinge, wie gefühllose Produkte, behandelt und in „Konzentrationslagern“ zusammenpfercht, entwickelt sich eine Grippe zu einer bedrohlichen Seuche.

Weil der Mensch um sein Leben fürchtet, tötet er Millionen Angehörige des Volkes der Hühner.

Es ist die Selbstverständlichkeit, mit der hier Tiere gleich millionenfach vernichtet werden,

es ist der absolut fehlende Respekt vor anderen lebenden Wesen,

es sind die mangelnde Achtung und das fehlende Mitgefühl für ein lebendes Wesen, welches ebenso zu dem unbegreiflichen Wunder dieser Existenz gehört,

was gerade uns spirituell denkende Menschen wachrütteln sollte.

Die regelmäßigen Massenmorde an Hühnern, Schweinen und Rindern sind lediglich das Crescendo der die Tiere verachtenden Haltung der Fleisch essenden menschlichen Bevölkerung und der Tierindustrie (allein dieses Wort drückt alles aus!).

Wir sprechen hier nicht für einen dogmatischen Vegetarismus. Wir sprechen für die Rückkehr zur Achtung und zur Liebe gegenüber den Wesen, mit denen wir diesen Planeten teilen und die als Grundlage für unsere Nahrung herhalten müssen.

In einer Zeit, in der es so viele Alternativen zum Fleischkonsum gibt und dennoch Fleisch mit zu den billigsten Nahrungsmitteln gehört, sollte sich jeder liebende und fühlende Mensch die Frage stellen:

- Was er wirklich für eine gesunde Ernährung benötigt,

•  ob und wie viel Fleisch wirklich notwendig ist

•  und vor allem auch, ob die Tiere, die für seine Nahrung gehalten und geschlachtet werden, zumindest ein lebenswertes Leben und wenigstens einen würdevollen Tod hatten?

Im Grunde geht es um ein Ende der Entfremdung zwischen Tier und Mensch. Wer denkt bei Wurst und Frikadelle noch darüber nach, dass dafür ein lebendes Tier mit einem eigenen Wesen, einer eigenen Individualität, mit Augen und Ohren sterben musste?

Wären wir in der Lage, wie die Naturvölker, das Tier selbst zu töten und zu verarbeiten?

Könnte jeder, der selbstverständlich Fleisch isst, einem Huhn, einem Lamm oder einem Rind in die Augen sehen und es dann töten?

Ich vermute, dass die Meisten von uns, wenn sie auf diese Weise ihr Fleisch „zubereiten“ müssten, lieber auf andere Nahrungsmittel zurückgreifen würden, die es zweifelsohne in Hülle und Fülle gibt.

Im tiefen Wunsch, ein wenig mehr Aufmerksamkeit, Nachdenken und Mitgefühl für die Leid geprüften Völker der Hühner, Schweine, Rinder und für alle anderen Tieren, die unter der Fleisch-, Pharma-, Kosmetik-, Textil-,... Industrie leiden müssen, zu gewinnen,

Thomas-Mariam und Teresa-Maria Sura.

Info-Kasten:

Links zum Thema:

www.brennglas.com

www.vegetarisch-geniessen.com

www.vegetarische-initiative.de

www.eve-magazin.de/sixcms/list.php?page=eve_home

www.peta.de/index.php

www.fischen-tut-weh.de /

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