Jeet Liuzzi: Mut zur eigenen Weisheit |
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| Meine Themen sind individuelle intuitive Intelligenz, Heilung
und Eigenverantwortung, Entscheidungen und Konsequenzen, Lernen
und Eigenverantwortung und Arbeiten und Eigenverantwortung.
Wir Menschen sind intelligente Wesen und unsere Bestimmung
ist es eigentlich nicht, immer das gleiche zu machen, an der
Matrix festzuhalten, sondern unsere Bestimmung ist, dass wir
immer unsere Matrix, die auch unser Instinkt ist, entwickeln
und neu schreiben, weil alles, was für uns selbstverständlich
ist, eigentlich schon alt und überholt ist. Das betrifft
viele Bereiche des Lebens. Unser Verständnis für
Spiritualität, für Arbeit, für Gesundheit sollte
täglich neu geschrieben werden. Was uns über unsere
Matrix und unsere DNA gegeben ist, das ist unser Instinkt,
unsere Intuition – ist ein Geschenk des Lebens an uns.
Es tut uns gut, wenn wir der Matrix entsprechend handeln und
nicht gegen sie. Göttlich sind wir, wenn wir täglich
vom Leben lernen und unsere Fähigkeit dazu auch noch ständig
verbessern. Dies Lernen geschieht nicht mit Hilfe unseres Intellekts,
sondern nur, wenn wir die Talente leben, die unsere Individualität
ausmachen. Es ist also wirklich wichtig, dass jeder seine Talente
kennen lernt, ihren Code entschlüsselt, sie entwickelt
und danach lebt. Die Matrix ist nichts Statisches, sie verändert
sich durch unser Handeln, durch das Erkennen von Zusammenhängen,
wir schreiben sie in jedem Moment neu. Unsere Fähigkeit,
ständig aus dem Leben zu lernen, unterscheidet uns von
der Tier- und Pflanzenwelt und von dem Leben, das sich vielleicht
auf anderen Planeten entwickelt hat. Natürlich werden auch innerhalb dieser Strukturen Einzelne
ohne Anstoß von außen versuchen, ihre Individualität
zu entwickeln, zum Beispiel durch Meditation und Selbsterforschung.
Aber für die meisten Menschen stellt es ein Defizit dar,
dass die Lehrenden nicht offen sagen: Deine Individualität
ist der Schlüssel zur Zufriedenheit. Wenn du den Mut hast,
deine Individualität zu leben, mitten auf dem Marktplatz,
mitten im brodelnden Leben, dann kann dein Leben nur ein glückliches
sein. Zu dem Themenbereich Entscheidungen und Konsequenzen heißt mein Leitsatz: Sei ehrlich, niemand ist schuld und trägt die Konsequenzen deiner Entscheidungen, denn es funktioniert nicht, es sei denn… Besonders in unserem nahem Umfeld geben wir den anderen Menschen die Schuld für alles, z.B. das Kind den Eltern oder der Erwachsene der Gesellschaft. Intellektuell sagen wir vielleicht, dass es nicht so ist, aber meistens machen wir doch in den Bereichen, in denen wir nicht lernen wollen, die anderen verantwortlich. Meiner Erfahrung nach ist uns aber bewusst, dass immer, wenn wir Entscheidungen getroffen haben, uns die Konsequenzen auch bewusst waren. In dem Moment, indem ich mich zum Beispiel in eine Auseinandersetzung mit meinem Vater begebe, wusste ich, dass ich die Möglichkeit habe, Mitgefühl für meinem Vater und seine Situation zu entwickeln, dass ich aber anderseits auch über ihn urteilen konnte. Ich wusste, wenn ich über ihn urteile, dann brauche ich nicht von ihm zu lernen, dann brauche ich mich auch nicht durchzusetzen und meine Kompetenzen zu leben. Ich schneide praktisch das Lernen ab, indem ich in dieser Situation mein Gegenüber, meinen Vater be- und verurteile. Obwohl ich mir vielleicht genau ihn als Vater ausgesucht habe, damit ich als Kind bestimmt Erfahrungen machen kann, die mir die Möglichkeit bieten, etwas Bestimmtes zu lernen und daran zu wachsen, vermeide ich dann die Situation, die genau stimmig wäre, indem ich verurteile. Oberflächlich gesehen stellt sich mein Leben dann vielleicht einfacher dar, aber es ist dann kein richtiges Leben mehr, das Feuer fehlt, es ist mehr ein Dahinvegetieren. Ich führe dann nicht das mutige Leben, das meiner Lernfähigkeit entsprechen würde und das ich mir eigentlich gewünscht habe. Wir treffen also im Leben immer wieder Entscheidungen und aus meiner Sicht machen wir das nicht unbewusst. Entscheide ich mich gegen das Leben, nicht für das, was eigentlich ansteht, dann wird diese Entscheidung zu einer Art von Marker in meinem System, der mir einfach sagt: „Da, in diesem Moment hast du gekniffen!“ Diese Marker des Nicht-Lehren-Wollens hinterlassen Spuren, sie schreiben sich in die DNA, in dein ganzes System, sodass du früher oder später wieder auf sie stößt und du dich in einer Situation wieder findest, in der du wieder mit diesem Thema konfrontiert wirst, sodass du dir dieses Phänomen wieder anschauen musst, ihm Energie geben, es zu heilen kannst und du dich weiterentwickelst. Zu den Themenbereichen Lehren, Lernen und Eigenverantwortung gilt: Sei ehrlich, du kannst niemanden etwas lehren und du kannst von niemandem etwas lernen, denn es funktioniert nicht, es sei denn… Wir haben in unserer Forschung entdeckt, dass in der konventionellen Wissenschaft jeder, der lehrt, egal um welche Wissenschaft es sich handelt, nicht von den Menschen ausgeht, die von ihm lernen wollen, sondern dass die Lehrenden nur Wissen weiter geben. Die Lernenden schreiben die Lehrsätze einfach nur ab, ohne sich das Wissen wirklich zu eigen zu machen. Diese Art von Lernen spricht die Intelligenz des Lernenden nicht an und steigert sie damit auch nicht. Einzig das Gedächtnis wird vielleicht etwas gefordert. Es ist wichtig, des der Lehrende erst einmal die Schüler oder Studenten persönlich kennen lernt, ihre Fähigkeiten, ihre Kompetenzen, also wahrnimmt, was sie können, und dass dann der Lehrende, z.B. ein Professor, seine Fähigkeit zu lehren mit der den Schülern angeborenen Kompetenz zu lernen verknüpft, um dann sein Wissen weiterzugeben, sodass die Lernenden darauf aufbauen können, um selber ihre Fähigkeiten weiter zu entwickeln. Unserer Forschung nach geschieht wirkliches Lehren und Lernen nur, wenn der Lehrende versucht, sich mit den Lernenden zu verbinden und sich dadurch erst die Ermächtigung schafft zu lehren. In der Praxis sieht das so aus, dass ich als Professor erst herausfinde, wo die Studenten stehen, wie ihre Fähigkeiten und Interessen sind, und dann sind die Studenten eingeladen, nach ihren Fähigkeiten und Interessen direkt an der Forschung in der Universität teilzunehmen. Das heißt, schon bald entwickelt jeder Student und jede Studentin etwas Neues in der Forschung – und nicht nur die „großen“ anerkannten Wissenschaftler. Dadurch werden die Strukturen in der Lehre und Forschung neu geordnet. Das gilt auch für technisches Wissen. Auch für die Vermittlung von technischem Wissen gilt mein pädagogischer Grundsatz: Ich bin bereit anzuerkennen, dass mein Gegenüber, der Lernende, bereits ein Genie ist! Das heißt, ich nutze meine intuitive Intelligenz, um dem Studenten seine Größe und seine angeborene Kompetenz zu zeigen. Mein Wissen, was ich in der Lehre weitergebe, soll sich mit der Individualität, mit den Fähigkeiten, mit dem Potential des Lernenden verknüpfen. Wenn das nicht passiert, wenn keine Verknüpfung – auf einer tieferen Ebene betrachtet, könnte man sagen: wenn keine Einheit – zwischen den beiden Individuen, dem Lehrenden und Lernenden besteht, dann ist das erworbene Wissen nur aufgesetzt, schwimmt in einem Leerraum, ist nicht verankert in dem Lernendem. Wenn ich eine Kompetenz in dem Schüler erkannt und ihm die dazu entsprechende Technik vermittelt habe, dann sage ich zu dem Lernenden: Jetzt hilf du der Wissenschaft in Bezug auf diese Sache einen Fortschritt zu machen, etwas Neues zu entwickeln. Ich gebe dem Lernenden die Möglichkeit, seine angeborene Kompetenz zu leben und ganz auszuschöpfen und damit an der Lehre teil zu haben. Alle Studenten haben bei mir jederzeit die Möglichkeit, durch das Erkennen ihrer individuellen Kompetenz mit zu forschen. Ich bin gleichzeitig Lehrer und Mitlernender. Als Lehrer ist es mein Job, aus den Schülern das neue Wissen, das Wissen einer neuen Zeit herauszuholen. Wenn das nicht passiert, dann kann man nicht von wirklichem Lehren und Lernen sprechen und dann stimmt für mich etwas nicht in diesem Prozess. |
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