| Renate Busam: Über Beziehungen, Liebe und Essenz | |||
Existenz ist Schöpfung (Relativität) und Absolutheit (das Eine Eine), ungetrennt. Das bricht sich im individuellen Bewusstsein. Auf der Oberfläche erscheinen wir als getrennte Körper, als getrenntes Ich. Und mit uns die Welt und alles erscheint in ständiger Bewegung, unsere eigentliche Wirklichkeit transzendiert diese Ebenen bei weitem und obwohl ungetrennt von allem, bleibt ES unberührt davon. ES ist absolute Einheit – jenseits von Zeit, von Form und ununterschieden in sich. Das Eine Eine ist eins – da sind keine zwei. Die Idee von Beziehung jedoch sieht Zweiheit und Vielheit. Das Wesen von Beziehung besteht im Ich-Du-Verhältnis. Da ist ein Ich und ein Anderes. Beziehung taucht also immer im Ich auf und ist Teil der sich ständig ändernden Schöpfungsdynamiken. Beziehungen sind Teil der Schöpfung als Fülle – bunt wie das Leben, bereichernd und schön, schmerzhaft und grausam. Beziehungen eignen sich hervorragend als Projektionsfläche für das schöpferisch-„karmische“ Bewusstsein. Sie spielen Kampf, Macht, Bedürftigkeit, Haben–wollen aus. Aber alle Dramen sind Ich-bezogen und sie helfen dem kosmischen Tanz alle alten Samen des kreativen Bewusstseins auszuleben. So sind Beziehungen immer pulsierendes Bewusstsein – niemals sicher. Und entgegen seiner eigenen Vorstellung hat das Ich nicht wirklich – und wenn nur relativen – Einfluss auf die Beziehung. Es reicht, dass die in den feinstofflichen Körpern einliegenden „schlafenden“ Samen erwachen und sich aktivieren. Gerade noch „in Liebe mit xy“ bricht alles um, und schon wird der bisher geschätzte Chef, die bisher hoch gepriesene Freundin zum Monster – was hat sich geändert? Es gibt Folgen in der Perpektive des erlebenden Ichs, aber dennoch nicht von diesem ausgelöst: Es ist „einfach“ passiert. Durch den Ich- bzw. Egobezug all unserer Beziehungsthemen geraten wir in Schwierigkeiten – wir verlieren das Einheitsverstehen und sitzen der Illusion der getrennten Ich-Du-Realität auf. Wir verlieren uns durch die Ausrichtung der Beziehungsenergie auf den materiellen und psychischen Alltag und seine Gesetze – der immer aktive Mind fängt an zu interpretieren, zu re-agieren, macht die Ebene der Bilder zum Kampfschauplatz und ist dennoch nicht wirklich der „Machende“ – er ist Instrument der schöpferischen Bewusstseinsfelder. Der Ich-Konflikt, als Beziehungskonflikt erscheinend, nährt sich vom Gedanken, dass da zwei sind und nicht EINER und folgert, dass der eine in seinem Denken oder Fühlen mehr Recht habe als die andere. Während das Ich zu retten versucht, was nicht zu retten ist, sind die Würfel jenseits der Ich-Ebene bereits gefallen. Schöpfung ereignet sich und es entstehen Formen von Heilung, die dem Ich ganz und gar nicht gefallen mögen, aber den „Schöpfungsgleichungen“, die ausdrücken, was auszudrücken ist, denn Schöpfung sucht in allen Formen das Formlose – als ihr eigentliches innerstes Sein und ist daher weit offen für Einheit stiftende Prinzipien, was verrückter Weise zunächst durchaus Polarisierung und Trennung bedeuten kann. Aus dem Blickwinkel des Selbst existiert unser Ich nicht – aus dem der Schöpfung formt es sich aus, taucht für kurze Zeit auf und vergeht. Wenn ich mich auf die Beziehungs-Ebene des Ich-Du begebe, treffe ich auf die Fülle der Schöpfung und ihrem Potential, so z. B. den Einheit stiftenden Prinzipien. Das abstrakteste Prinzip, denn in ihm spiegelt sich unser Da-SEINs-Grund, ist die Leere. Je leerer das Ich /der Mind, desto größer das Heilpotential von Beziehungen. Heilung von Beziehungen fängt daher interessanterweise genau da an, wo die Idee von Beziehung als Ich-Du-Verhältnis aufgegeben wird und damit (an-) erkannt wird, dass Beziehungen nicht wirklich existieren, dass da keiner ist im Außen: Das Ich gibt die Idee von Beziehung auf. Es verschreibt sich mit Haut und Haaren der Wirklichkeit des absoluten Einen, jenem, das kein Zweites kennt. Das Ich nimmt das Eine Eine als absoluten, d.h. als einzigen Bezugspunkt. Es ist jetzt da als bedingungslose HINGABE. Selbst-verlust in Beziehungen fängt genau da an, wo ich das eigenschaftlos-leere, ewig unterschiedslose Eine als Das, was wirklich ist, „verlasse“ und den kreativen Mind des Schöpferischen als Bezugsrahmen für „meine“ Beziehungen wähle – und schon wird der große Traum der lebendigen Schöpfung durch viel neue Traumimpulse – ich-geborene –bereichert, die sich aus den unterschwelligen Impulsen nähren. Selbstbetrug entsteht durch die Annahme, dass das, was du denkst wahr sein könnte in der Interpretation von Beziehungen, deren Bezugsrahmen die Idee des Getrenntseins ist. So entfalten sich Beziehungsgeschichten von Bedürftigkeit, Wollen, Erwartungen und Ent-täuschungen, Macht und Ohnmacht und wir versehen sie mit dem Etikett „Liebesgeschichten“. Das Ich verrennt sich in den Zeiten, hängt im Bezug auf das Du Vergangenem nach („ach hätte ich doch, wenn er…, ja dann…“) oder entwirft emsig zukünftige Situationen. Das Ich mischt mit, es schwingt jenseits der Hingabe und es kreiert sich Energie, die keiner will, weil wir sie als negativ, als Anstrengung, als Stress und Schmerz empfinden. Die Energien von Selbst-verletzung und Hass-Liebe sind Teile des Spiels der Getrenntheit und vielfach variabel. Selbsttreue ist Treue dem Selbst gegenüber, bedingungslose Hingabe an das, was wirklich ist, an das Nicht-getrennt-Sein. In dieser „Haltung“ entsteht im Spiegel der Ungetrenntheit und Leere die Null-Perspektive in Beziehungen. Die Perspektivelosigkeit diverser Kampfmuster in Beziehungen erlöst sich im Verzicht auf vor-gedachter Perspektiven in Beziehungen – es erübrigen sich all die Sicherheitsvorkehrungen, Verträge und Absprachen, die wir miteinander treffen und die das Leben schlagartig über den Haufen wirft. Die Kernenergie in Beziehungen hat nichts mit dem anderen und seinem individuellen Ausdruck zu tun, sie setzt sich aus vielen Schöpfungsebenen zusammen, die aber vom Mind interpretiert und bebildert werden, wie er es braucht – deshalb ist der andere als „Objekt“ der Liebe ja auch so leicht austauschbar. Die Null- Perspektive von Beziehung ist ein Spiegel der Leere als unserem eigentlichen Daseinsgrund. Sie hat die Idee von einer existierenden Beziehung aufgegeben .Sie nährt sich aus dem Jetzt, aus dem, was IST. Sie gibt keine Ich-Energie in das, was werden könnte. Das Ich lässt los – es gibt keine Energie mehr in das, was nicht ist und die damit verbundenen Schmerz- und Angstmuster. Das Ich beschränkt sich auf die Hingabe an Das und lässt den anderen so fundamental frei. Das bedeutet nicht, der /die andere in seinem/ ihrem individuellen Ausdruck ist der resonante Punkt des Ichs, sondern die Essenz das ungetrennte Eine, das, was jenseits ist von Beziehung. Was bleibt, ist das Bezug-nehmen auf den anderen, das im Moment auftaucht und als stimmig und wahr erscheint. Die Null-Perpektive von Beziehung ermöglicht das Verlassen des Kampfschauplatzes, der Gefilde der Profilierung, der Spiele von Macht und Ohnmacht. Selbst-bezug und Ich/Ego-losigkeit ist ein grundlegendes Prinzip der Selbstheilungsmechanismen in Beziehungen. Die Er-lösung des Ego-Ichs in der bedingungslosen Hingabe an das Eine-Eine als Grundprinzip in Beziehungen gibt der Liebe Raum, die den individuellen Ausdruck der sich immer wieder als polar erweisenden Hass-Liebe heilt, weil diese Liebe Urgrund ist und da aufsteigt, wo das stille, leere Ewige und das Leben in Einheit sind. Hingabe und Liebe gehören zusammen wie Eins-sein und Freiheit. In Beziehungen in eins zu schwingen ist nicht Sache des Ich-willens. Harmonie und Einheit steigen aus der Hingabe auf und harmonisieren auch konflikt- und aggressionsschwangere Situationen in Beziehungen. Das Ich der Hingabe schwingt in Resonanz zum ewig-formlosen Kern des anderen. In dieser Grundschwingung ist der andere in seinem individuellen Ausdruck freigegeben, bedingungslos. Er wird ganz selbstverständlich gesehen und anerkannt. Beziehungen fließen dann leicht, sie sind Ein-Klang. Die Qualität der universalen Liebe zeigt sich darin, dass sie in der Liebe verharrt, immer – und unberührt bleibt von dem, was an schöpferischer Bewegtheit im Innen ist oder im Außen kommt. Renate arbeitet seit langen Jahren als Heilerin und Seminarleiterin
und öffnet Heil-geschehen aus der Leere und Stille, die
SELBST –begegnung und SELBST –Gewahrsein jenseits
der Illusion der Zeit erlaubt. Das sogenannte Ich lernt unterschiedliche
Bewusstseinzustände als Heilpotentiale kennen. So die
Ent-grenzung der Ich-wahrnehmung in trans-personale Formen
der Einheit ,die die Essenz von Schöpfung und Ewigkeit
ent-hüllen. Die personale Wahrnehmung ,die die Ichebene
als Bezugssystem hat, ent-grenzt sich in die Entfaltung der
inneren Wahrnehmung, die durch das erweiterte Bewusstsein der
Buddhi (der Weisheit der Seele) geprägt ist. Renates Arbeit ist gespeist von jahrelangem mystischen Erleben
und Ein-sichten in universelle Gesetze der Einheitsfindung
( das Viele-Eine und das Eine-Viele…) und der Art und
Weise, wie diese universellen Gesetze sich in unserem Lichtkörpersystem
brechen. Darin heilt das Ich als Bezugssystem, aber auch die
Schöpfungsprogramme der „individuellen“ Seele
als Bezugssystem. Die „Vereinsamung“ und die karmischen
Wunden der sich als Einzelseele wähnenden Schöpfung
heilt im Wieder-erinnern …. Nicht–Trennung ist alles, was ist.. Mehr Infos: www.renatebusam.de Termine auf dem Festival: |
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