Neeru - Das Suchen hat Dich getrennt davon...

Bereits als Kind hatte Neeru gesucht – gesucht, was nicht gefunden werden kann. Ihre Erinnerung an Das, woher sie kam, war so stark, dass sie mit absoluter Klarheit wusste, dass das, was sich ihr präsentierte, nicht alles sein kann. Sie wusste auch, dass das, was ihr die Erwachsenen sagten, auftrugen, an zu erziehen versuchten, nicht wahr sein konnte. Es fühlte sich alles so alt, so unlebendig, sogar tot an. Immer wieder lief sie fort und musste gesucht werden. Sie war ein seltsames Kind und hatte nur Vertrauen zur Mutter, die heute mit fast 98 Jahren noch in Klarheit lebendig lebt and inzwischen weiß, dass sie nicht Neerus Mutter ist.
Sie war als Kind gerne alleine, spielte gerne alleine oder sammelte ihre zwei Brüder um sich und hielt lange Diskurse, die sie anhören mussten und die niemand verstand. Man nannte sie ein eigenartiges Kind. Stets rebellierte sie, tat nie das, was von ihr erwartet wurde, alle Strafen nahm sie in Kauf, die ihr angetragen wurden, sie beugte sich nicht, sie gab nicht nach.
Ihr Weg führte sie durch die Höhen und tiefste Tiefen dieses Lebensstroms. Neeru musste alle Erfahrungen machen, nichts scheuend, vor nichts zurückschreckend. Sie hatte viele Rollen zu spielen in diesem Leben, musste viele Identifikationen annehmen, oft völlig getrennt von Dem, was ist. Doch immer wieder erinnerte sie sich an Das. Sie drückte es so aus: „Immer, wenn ich mit meiner inneren Freude in Kontakt bin, ist alles wieder klar.“
Erst spät in ihrem Leben, durch die jähe Begegnung mit einem gnadenlosen Therapeuten, wurde sie durch göttliche Gnade von ihren Verwirrungen, ihrer bittersüßen Missidentifikation befreit. Er zerstörte in kürzester Zeit radikal den Turm, ihr„Moralgefüge“, wie sie es selbst nannte. Sie hatte immer gewusst, dass es eine Lüge war, doch wusste sie nicht, womit sie es hätte er
setzen sollen. Durch ihn durfte sie endlich ihren großen Meister Osho, damals Bhagwan, treffen, der den Therapeuten fragte, als sie vor ihm erschien: „Ist das die Frau, die du zu mir bringen solltest?“ – Sie war es. Und Osho sprach zu ihr von Liebe. Er sprach so, wie sie es niemals vorher gehört hatte. Worte, die sie so tief berührten, dass sie zu den Worten selbst ward.
Das war sie – Liebe. Und alles, was Osho ihr sagte, wusste sie, hatte sie immer gewusst. Das war sie wirklich. Und nicht die Verwirrung, nicht die Illusion, nicht das, was sie meinte, zu sein. Nicht das, was sie vergeblich versucht hatte zu leben. Sie war diese Liebe, die Osho sprach.
Es erschien alles so einfach, so klar, so pur. Sie konnte plötzlich hören, was sie immer überhört, sie konnte sehen, was immer übersehen worden war. Alles sprach von Liebe, alles, was sie plötzlich sah, alles sang von Liebe, wie sie es nie gehört hatte. Sie durfte sich in allem sehen, in allem hören. Alles war so völlig anders als zuvor und dennoch war es dasselbe.
Die Reise ins Nichts hatte begonnen, nur um zu erfahren, dass sie schon immer begonnen hatte und dass kein Anfang zu finden ist. Und dass diese Reise somit keine Reise ist. Sie ist ohne Anfang und ohne jemals zu enden. Sie durfte nur ganz einfach wieder eintreten in das, was sie schon immer war, was nur verdeckt war durch den Schleier der so geliebten und so schmerzvollen Missidentifikation.
Zu erfahren, dass sie diese gar nicht war, die Suchende, die Kämpfende, die Leidende und auch nicht die Glückliche. All dieses, an das sie ihr Leben lang zu glauben versuchte. Und immer wieder daran gezweifelt hatte. In stetem Wechsel von auf und ab, in steter Wiederholung, ohne sich der Wiederholung wirklich bewusst zu sein.
Auf dieser Reise, die keine ist, durfte sie weiter erfahren, dass diese so geliebten und gehassten Auf und Abs auch weiterhin ihre Begleiter sein werden und nicht wie gehofft verschwinden. Dass sie ganz einfach lernte zu tanzen in dem unendlichen Lied der Liebe, das sie in Wahrheit ist. Sie sah sich in nimmer endendem Mitgefühl umarmt und nicht mehr nörgelnd wie die kleinen Kinder, um Aufmerksamkeit flehend.
Neeru teilte ihre Präsenz später mit anderen Meistern. Mit Papaji in Lucknow, Gangaji in Amerika, die bestätigten, was keiner Bestätigung bedarf.
Dolano, ihr Fellow Traveller, die ihr half, den letzten Zweifel zu beseitigen, sagte: „Der Tropfen ist in den Ozean gefallen – wo er doch immer der Ozean selber war.“

Seit einigen Jahren teilt Neeru ihre Erfahrungen mit Menschen in aller Welt, nicht lehrend oder gar belehrend, nur teilend, was ist.
In einzigartiger direkter Übermittlung wirkt sie als Katalysator zu Diesem deutend, was in allem, in jedem ist: Es erfahren und wieder zu erkennen in diesem Au
genblick. Direkt, nur hier, nur jetzt, nur immer hier und jetzt. Sie spricht es, das „Lied der Liebe“, sie liebt es zu singen, zu tanzen, zu lachen, dieses einzige Lied. Und sie liebt es zu arbeiten, zu essen, zu trinken, zu schlafen auch – und endlich auch zu denken, endlich auch das.
Es drückt sich aus in allem, dieses Lied, ich bin es selbst, alles umarmend – endlich. Und auch du kannst es sein, jetzt – endlich. Wieder eintretend in Das, was du immer warst ohne es erkennen zu können. Das Suchen hatte dich getrennt davon.

Neeru lebt drei Viertel des Jahres ein einfaches Leben in Goa direkt am Meer. Sie teilt die einzige Wahrheit mit den Menschen in öffentlichen Satsangs und Intensiv Retreats. Du würdest sie nicht erkennen, wenn du sie triffst, sie ist wie du, sie ist du... – oder... – doch?
Neeru wirkt in Meetings und Intensiv Retreats, hauptsächlich in Goa / Indien und bereist viele Länder, wohin sie auch immer eingeladen wird, um ihre unglaubliche Botschaft der absoluten Einfachheit des Seins weiterzugeben.
Mehr Info: www.neeru.org